Der Tiroler SPÖ-Chef Ingo Mayr, der auf Facebook den freiheitlichen Bundespräsidentschafts-Kandidaten Norbert Hofer als „Nazi“ bezeichnet hatte, muss nun in die Tasche greifen. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe.

„Und Nazis unterstütze ich nicht“

Mayr hatte auf Facebook unter einem Beitrag, der zur Wahl Hofers aufrief, geschrieben: „Damit kann ich nicht dienen. Auch für mich gilt Meinungs- und Wahlfreiheit. Und Nazis unterstütze ich nicht“. Als die Reaktion nicht ausblieb und weitere Kommentare folgten, legte Mayr nach: „Ich hab‘ nicht gesagt, dass ein Drittel der Österreicher Nazis sind. Ich glaube nur, dass sie einen Nazi gewählt haben und ich weiß, dass ich das nicht machen werde…“ Für Norbert Hofer ein klarer Angriff auf seine Person. Er klagte Mayr auf Ehrenbeleidigung.

Hofer: Entschädigung geht an Kinder-Reha-Zentrum

Nachdem das Landesgericht in erster Instanz Mayr freigesprochen hatte und dabei auf die Meinungsfreiheit verwies, ging Norbert Hofer in Berufung. Nun wurde der SPÖ-Chef schuldig gepsrochen und wurde zu einer Zahlung von 5.400 Euro verurteilt. Drei Viertel davon bedingt. Zudem muss er an den FPÖ-Politiker eine Entschädigung in Höhe von 1.500 Euro zahlen. Dieses Geld will Hofer dem Ederhof, einem Kinder-Reha-Zentrum in Tirol spenden.

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