Die Zurückdrängung des motorisierten Individualverkehrs unter dem Deckmantel der vermeintlichen Nachhaltigkeit ist ein Kernanliegen der globalistischen „Agenda 2030“ und ihrer türkis-grünen Erfüllungsgehilfen. Keine Freude mit den Enteignungsfantasien der grünen Umwelt- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler hat hingegen die Branche. Diese, obwohl hauptbetroffen, wurde offenbar nicht gefragt…

In einem offenen Brief wendet sich alles, was in der Mobilitätsbranche Rang und Namen hat, sauer an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Von Herstellern wie KTM oder MAGNA bis hin zu den Automobilclubs ÖAMTC und ARBÖ sowie Vertretern der Transporteure unterzeichneten gewichtige Akteure den Appell. Kernaussage: „Diese Politik eines Technologieverbotes ist falsch.“ Alleine der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor behinderte die Innovationsmöglichkeit sowie gefährde tausende Arbeitsplätze.

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Sauberer Antrieb braucht kein Verbrenner-Verbot

Schon der Verweis auf die CO2-Bilanz zeigt einiges Unkenntnis im grünen Ressort. Denn, wie die – vom ORF als „Autolobby“ abgekanzelten – Interessensvertreter argumentieren, wäre sogar dafür nicht die Technologie des Antriebsstranges entscheidend, sondern, dass man entsprechend saubere Energie einsetze. Das Einzige wozu ein Verbrenner-Verbot führe, sei, dass die Autos von fast fünf Millionen Bürger einen Wertverlust erlitten.

Das Resultat wäre soziale Ungleichheit und Mobilitätsarmut. Außerdem seien Verbote die falsche Stoßrichtung: Um die viel gelobte Klima-Bilanz zu verbessern, wäre etwa ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr nötig. Erneuerbare Kraftstoffe wären im Übrigen ohnehin nachhaltig für die Umwelt…

Am Ende wollen sie euch allen die Autos wegnehmen

Apropos Nachhaltigkeit: Unter diesem Deckmäntelchen arbeiten nicht nur die Grünen, sondern auch globalistische Spieler schon länger auf das Jahr 2030 hin. Dieses fällt ständig als „Klimaziel“. Seit Jahren beschallen die Mainstream-Medien die Leser mit dieser Jahreszahl als Punkt, an dem es eine „klimaneutrale Mobilität“ gebe. Dabei stammt diese Idee direkt aus den Gedanken der Globalistentreffen in Alpbach und in Davos.

Und in einschlägigen Kreisen geht man im Übrigen nicht davon aus, dass im Jahr 2030 keine Verbrenner-Autos mehr auf unseren Straßen fahren sollen. Denn längst ist man in Gedanken dort viel weiter. Die Stoßrichtung ist: 2030 sollen die Menschen idealerweise gar kein eigenes Auto mehr besitzen. Oder, wenn es nach dem Weltwirtschaftsforum geht, solle man in nur neun Jahren am Besten überhaupt gar nichts mehr besitzen.

Regierung brennt für umstrittene „Agenda 2030“

Dass die Regierungsparteien glühende Verfechter dieser „Agenda 2030“ sind, deren eigentliches Ziel der völlige Umbau der Gesellschaft ist, wurde zuletzt deutlich. Nach Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) bekannte sich auch Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) am Mittwoch offen zu den „nachhaltigen Entwicklungszielen“, zeigte den zugehörigen magnetischen Pin stolz im Plenum – Wochenblick berichtete. Auch Gewessler schlug bereits im Vorjahr in diese Kerbe: „Die Agenda 2030 mit ihren Zielen zur nachhaltigen Entwicklung ist heute wichtiger denn je.“

Das Endresultat dieser Agenda ist aber keine gerechtere oder umweltfreundlichere Welt. Sondern es könnte eine sozialistische Gleichschaltung folgen – aber unter Anleitung globalistischer Akteure. Perfide: Dabei greifen Interessen von radikalen „Weltverbesserern“ mit knallharten wirtschaftlichen Interessen einer auf ihren eigenen Macht-Ausbau samt Überwachungsfantasien setzende Elite ineinander. Die einen bekommen ihren gesellschaftlichen Umbau, die anderen ihren wirtschaftlichen. Am Ende ist die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr.

Naturschutz: Eigenverantwortung statt Verbotskultur

FPÖ-Obmann Norbert Hofer schwebt hingegen eine ganz andere Vision vor. Der blaue Parteichef ist seit Jahren ein glühender Verfechter eines heimatverbundenen und anstatt auf Bevormundung auf Eigenverantwortung bauenden Umweltschutzes. Dass sich die Freiheitlichen auch offiziell wieder zu den konservativ-freiheitlichen Wurzeln eines Umweltgedankens bekannten, ist auch seine unverkennbare Handschrift.

Zudem fungierte Hofer bereits als Herausgeber von Schriften zur Umwelt- und Energie-Thematik. Auch das immer wichtigere Thema der Selbstversorgung ist dem Familienvater und passionierten Hobbygärtner ein Anliegen Hierbei zeigt sich Hofer gerne als Vorbild. Am Dach seines eigenen Hauses produziert er Sonnenstrom, viel Obst und Gemüse auf dem Tisch kommt von der Scholle. Sein Credo: Umweltschutz ja – aber mit Augenmaß und ohne Verbotskultur. Diese Herangehensweise seiner Partei sieht er durch die Stellungnahme der Branchen-Vertreter als Gebot der Stunde bestätigt.

Hofer fordert Umdenken bei den Verantwortlichen

In einer Aussendung erklärte er die „volle Unterstützung“ für den offenen Brief aus der Mobilitätsbranche. Diese führten „durchwegs Argumente an, die eine saubere Zukunft des motorisierten Individualverkehres garantieren, ohne dabei mit Verboten arbeiten zu müssen“. Es gelte viel mehr, sein Augenmerk auf alternative Treibstoffe zu richten, zumal die ausgegebenen Klimaziele ohnehin durch einen Umstieg aller auf E-Autos nicht erreichbar sind. Wie Wochenblick im Vorjahr herausarbeitete, sind diese im Übrigen ohnehin weniger „nachhaltig“, als manche dies gerne hätten… 

Dass sich die Branche mit einem offenen Brief an den Kanzler wendet, sei ohnehin schon ein Hilfeschrei einer Wirtschaftsbranche, die über 300.000 Arbeitsplätze sichere. Hofer ist sich sicher: „In Verhandlungen mit der grünen Ministerin war es offenbar nicht möglich, die Weichen richtig zu stellen – jetzt soll es der Bundeskanzler richten.“ Es sei aber die Pflicht Gewesslers, sich auch die Argumente der Branche anzuhören und ihre „politisch motivierte Ablehnung des Individualverkehrs“ noch einmal zu überdenken.

Umweltschützer warnen vor Scheinlösungen

Übrigens: Auch erfahrene Vorkämpfer der Umweltbewegung warnen vor falschen Propheten bei Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Josef Limberger, der Obmann des Naturschutzbundes OÖ, warnte im Vorjahr im Gespräch mit dem Wochenblick: „Da geht’s um den schnellen Gewinn und ewig wachsenden Profit. Die Politiker werden von solch mächtigen Lobbys beeinflusst. Immer wieder werden ganz große, oft unausgereifte Lösungen als heilsbringend für die Welt verkauft. Im Endeffekt stellen sich viele als schädlich für die Umwelt heraus, und sei es auch in anderen Teilen der Welt.

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