Da schmunzeln Netz-Nutzer: Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Überackern (Bezirk Braunau) stahlen ihren bayerischen Kollegen aus Piesing heuer auf ganz besondere Weise den Maibaum. Als Fluchtweg nutzten sie die Salzach!

So einen Maibaum-Klau gibt es nicht alle Tage: Im vergangenen Jahr hatte die Freiwillige Feuerwehr Piesing noch den Maibaum aus Überackern entführt und in die Bundesrepublik Deutschland „verschleppt“.

Flucht über die Salzach

Doch heuer lief es umgekehrt ab – und das auf eine ziemlich ungewöhnliche Weise. „Die Piesinger haben im Vorjahr die Straße genommen. Das war uns zu langweilig, deshalb haben wird uns entschlossen, den Baum über die Salzach zu transportieren“, berichtet Martin Huber von der FF Überackern in einem Interview.

Dazu wurde ein eigener Plan ausgeheckt, an dem rund 60 Personen beteiligt waren. Zu dem Maibaum-Coup kam es bereits am 14. April. Jetzt gelangten die drolligen Bilder der Aktion an die Öffentlichkeit:

Schmackhafte Belohnung

„Wir haben ihn dann zum Wasser gebracht und mit einer Zille nach Österreich geschleppt“, berichtet Huber im Interview. Am Dienstag erhielten die bayerischen Kollegen dann den gestohlenen Maibaum zurück.

Doch für die FF Piesing dürfte sich die Auslösung des Maibaums teuer gestalten. Sie müssen die FF Überackern sowie alle am Diebstahl beteiligten Personen zu einem Festschmaus einladen. Die Österreicher dürfen dann beim Maibaumfest in Bayern sowohl gratis essen als auch trinken.
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Nutzer begeistert

Netz-Nutzer zeigen ihre Freude über die drollige Umsetzung des alten Brauchs. „Großartig gemacht – wird nur vom Altersheiminsassen getoppt die vor Jahren den Baum mit Rollatoren abtransportierten“, schmunzelt ein Nutzer laut im Kommentarbereich eines kleinen Regionalblättchens.

Ein anderer hingegen meint nachdenklich: „Na samma froh, dass wir noch ein paar unserer Gebräuche feiern können ohne dafür ein schlechtes Gewissen gemacht zu bekommen.“