Schiedlberger Chronik
Stolz auf die schwergewichtige Chronik (v.l.n.r.): Johannes Zachhuber und Verena Schagerl (Grafik/Gestaltung), Historiker Siegfried Kristöfl, Herausgeberehepaar Regina und Walter Fehlinger sowie Bürgermeister Johann Singer.

Je kleiner der Ort, desto dicker die Chronik. Das gilt für das vor drei Jahren erschienene Kompendium über die Geschichte von Stadl Paura (Autor: Alfred Sohm) ebenso wie auch für die jetzt vorgelegte Chronik über Schiedelberg, die sehr schwer wiegt: exakt 5,8 Kilogramm!

Ein Beitrag von Kurt Guggenbichler

So viel Gewicht verursachen die 1084 Seiten des mit 3340 Fotos reich bebilderten Werkes, an dem sich 44 Autoren, darunter auch der Historiker Siegfried Kristöfl, abgearbeitet haben.

Fast so viele Seiten wie Schiedlberg Einwohner hat

Diese Expertenriege hat fast so viele Seiten produziert wie Schiedlberg Einwohner hat, nämlich 1238 (Stand 1. Jänner 2017). Vorgestellt wurde der publizistische Dickhäuter unlängst vor 400 geschichtsinteressierten Menschen in der Pfarrkirche von Schiedlberg und im Beisein von Bürgermeister Johann Singer, der besonders stolz ist auf  die schwergewichtige Heimatgeschichte, die rekordverdächtig ist. Erschienen ist sie im Schiedlberger BACOPA-Verlag von Walter Fehlinger.

Seit dem 12. Jahrhundert gehört Schiedlberg zum Herzogtum Österreich. Damals hieß die Gemeinde aber noch nicht so und sie dürfte auch nicht mehr als eine Ansammlung von Höfen gewesen sein. Bei ihnen beginnt auch die neue Chronik.

Aus Thanstetten wurde erst 1947 Schiedelberg

Heute ist Schiedlberg eine 30 Quadratkilometer große Gemeinde, die zum Bezirk Steyr-Land gehört. Es gibt sie aber erst seit 1850 und damals hieß sie noch  „Thanstetten“. Erst 1947 wurde daraus Schiedelberg. Deshalb feiert die Gemeinde heuer auch ihren 70. Namenstag und den 200. Geburtstag von Kardinal Cölestin Ganglbauer (1817–1889), der ein gebürtiger Thanstettener ist.