Neue Umfrage: ServusTV Nummer 1, ORF stürzt ab!
Foto ORF-Generaldirektor Wrabetz: Flickr, Franz Johann Morgenbesser, CC BY-SA 2.0

Nächster Tiefschlag für den ORF: In der traditionellen Jänner-Umfrage zum Fernsehverhalten der Österreicher stürzt der Staatsfunk ins Bodenlose. Der Salzburger Privat-Sender „ServusTV“ landet auf Platz 1. Bei Einzelwertungen schnitt ServusTV fünfmal so gut ab wie der ORF.

„Was die Österreicher übers Fernsehen denken“ – diese repräsentative Umfrage wird jährlich im Jänner gemeinsam von TV-Media und dem Marktforschungsinstitut „Mind Take Research“ durchgeführt.

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ServusTV politisch unabhängig und bester rot-weiß-rot Sender

Der Privat-TV-Sender von Dietrich Mateschitz ist für die Befragten der beste Österreich-Sender. 24 Prozent gaben ihm die Note „Sehr gut“, die Mitbewerber von ATV und Puls4 kamen nur auf 10 Prozent – auch der „Österreichische Rundfunk“ ORF blieb mit all seinen Programmen weit hinter ServusTV zurück. Das Diagramm zur Umfrage ist deutlich:

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Besonders beliebt ist ServusTV offensichtlich, weil es politisch unabhängig und neutral berichtet. So stimmen 19 Prozent der Aussage zu, dass ServusTV völlig unabhängig von Politik und Interessensgruppen sei. Beim ORF glauben das nur mehr minimale 4 Prozent – die Glaubwürdigkeit des Staatsfunks wackelt gewaltig.

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„Regierungs-Funk“ bevorzugt Regierungsparteien

58 Prozent glauben, dass der ORF die SPÖ in der Berichterstattung bevorzugen würde. 40 Prozent denken sofort an ÖVP-Hofberichterstattung. 49 Prozent dagegen sehen eine absichtliche Benachteiligung der FPÖ im staatlichen Fernsehprogramm. Ins gleiche Horn stößt der TV-Manager und RTL-Gründer Helmut Thomas.

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Der ORF sei „nur eine Spielfeld der Parteien“, die Politik sollte daran denken, „langsam aus dem ORF auszusteigen“. „ORF1 zeigt doch nur eine Aneinanderreihung amerikanischer Serien. Also: Dafür braucht Österreich doch keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk“, rät Thoma. Außerdem würden die Kosten weiter steigen und steigen.

Gebührenzahler gegen Zwangsgebühren

Erst unlängst ermahnte Medien-Minister Thomas Drozda, man solle die ORF-Gebühren nicht länger „Zwangesgebühren“nennen. Im Verfassungsausschuss des Parlaments sagte er: „Der ORF hebt keine Zwangsgebühren ein, sondern finanziert sich wie jede öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Europa durch Beiträge.“ Diese Beiträge sind allerdings verpflichtend. Die neuerlichen GIS-Gebührenerhöhung empfinden gemäß TV-Media-Umfrage übrigens nur vier Prozent (in Zahlen: 4!) als gerechtfertigt.

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Die Befragten meinen es generell nicht gut mit den Finanzen des ORF: So würden 75 Prozent eine generelles TV-Werbeverbot für den ORF nach 20.00 Uhr begrüßen.

 

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