Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, forderte die Länder auf, endlich alle Impfstoffe anzuerkennen, die auf der WHO-Notfall-Zulassungsliste sind. Betroffen sind u.a. auch Totimpfstoffe, wie Sinovac, der zur Zeit von der EU-Behörde überprüft wird. Sinopharm ist in 50 Staaten anerkannt – nicht aber in den USA, Kanada und der EU. Das führe zu Chaos und Diskriminierung. 

  • EU, USA und Kanada blockieren Covid-19-Totimpfstoffe
  • WHO hat sie anerkannt
  • Sie sind sicher und wirksam 
  • WHO fordert Ende der Diskriminierung
  • Chaos für Reisende 
  • Globaler Impf-Reisepass nicht möglich
  • EU-Behörde ziert sich bei Zulassung

Hindernis für globalen Impf-Reisepass 

Einige Länder lehnen sogar den Einsatz bestimmter Impfstoffe ab, aus Sorge, ihre Bürger könnten dann von anderen Ländern ausgesperrt werden, kritisierte Ghebreyesus. Die erforderlichen WHO-Prüfungen folgen rigorosen, internationalen Standards. Alle auf ihrer Notfall-Liste befindlichen Seren seien sicher und schützen vor schwerer Erkrankung und Tod, inklusive der Delta-Variante. Ein Impfpass als verpflichtendes Reisedokument sei daher aktuell nicht möglich, aber für die Zukunft anzudenken, sagte der WHO-Chef. Die WHO helfe Ländern bei der einheitlichen Erstellung solcher Pässe.

Neue Weltordnung auf Pause – Impfpass als Reisedokument nicht möglich:

Reise-Chaos in der EU

Sinopharm ist etwa in 50 Ländern zugelassen. In Kanada, den USA und der EU aber nicht. In diesen Regionen setzt man auf die wenig erprobte und bis zur Pandemie nie am Menschen zugelassene gentechnologische mRNA oder Vektortechnologie von Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson. Das Prinzip der Totimpfstoffe ist seit vielen Jahrzehnten erprobt. In der Pandemie werden in China vor allem die Totimpfstoffe Sinopharm und Sinvovac eingesetzt. Sinopharm ist vielfach in Indien, im Iran, afrikanischen und lateinamerikanischen Staaten im Einsatz. Auch Tschechien, Ungarn, Serbien, etc. bieten es an. 

EU: Totstoff-Geimpfte gelten als „ungeimpft“

Die Weigerung der EU-Arzneimittelbehörde EMA, diesen Impfstoff anzuerkennen, führt zur paradoxen Situation: Man darf damit zwar in zehn Schengen-Länder einreisen – auch nach Österreich. Im Land selbst gelten die damit Geimpften aber als „ungeimpft“ und sind entsprechend eingeschränkt. Die EMA überprüft gerade Sinovac, dem Vernehmen nach, wird die Zulassung aber noch dauern. Fast triumphierend titelt eine große heimische Tageszeitung: „Das Warten auf Totimpfstoffe lohnt sich nicht.“ Denn – von den traditionellen Totimpfstoffen, die im ersten Halbjahr 2022 zugelassen werden könnten, sei weder ein andauernder noch ein längerer Schutz vor Covid-19 zu erwarten. Und schon gar nicht mehr Sicherheit, wird behauptet.

Front zwischen Gen- und Totimpfstoff

Tut sich da etwa eine neue Front zwischen „guten und schlechten“ Impfstoffen auf? Der Bericht, der vielleicht gar „auf Empfehlung“ platziert wurde, hat gute Gründe. Es geht um viel Geld. Bereits im Frühjahr wurde der deutsche Mediziner Dr. Winfried Stöcker von der Impf-Lobby verklagt, wie Wochenblick berichtete. Er entwickelte ein erfolgreiches Antigen, also einen Totimpfstoff gegen Corona, der in dessen eigener Studie 100% Wirksamkeit gezeigt habe!

Die EU und Österreich setzten bei ihren Bestellungen ausschließlich auf gentechnologische Seren. Brüssel hat heuer 1,8 Mrd. Dosen BioNTech Pfizer Gentechnik-Impfstoffe geordert. Bundeskanzler Sebastian Kurz sicherte sich für Österreich 42 Mio Impfdosen: 35 Mio BionTech/Pfizer, drei Mio Moderna und vier Mio Johnson & Johnson. Impfdosen, die nicht gebraucht werden, können angeblich weiterverkauft oder für multilaterale Hilfsprogramme gespendet werden. Die Kosten werden vom CoV-Krisenfonds abgedeckt. Das Geld kommt natürlich von den Steuerzahlern. 

WHO gegen Mückstein: Gerangel um 3. Stich

Der WHO-Chef will auch einen Stopp für Booster-Impfungen (3. Stich) bis Ende des Jahres, damit jedes Land wenigstens 40 Prozent seiner Bevölkerung impfen könne. Die dritte Dosis möge für Risikopersonen wichtig sein. Aktuell solle es aber keine Booster „für gesunde Menschen geben, die voll geimpft sind“. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hält indes am Start des „dritten Stichs“ per 17. Oktober fest. Für „Risikogruppen“, wie er sagt. Wer diese festlegt, ist unklar. Was bei einer Ablehnung passiert, ebenso. Für Kurz ist der 3. Stich „keine Ermessensfrage“. Nur sie biete eine langfristige Wirkung, ansonsten sei man dem Virus schutzlos ausgeliefert, was für ältere Menschen ein massives Problem darstelle.

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