Eine neue WHO-Richtlinie empfiehlt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nun fast überall, unabhängig ob ein Abstand eingehalten werden kann oder nicht. Dabei ist der Nutzen der Maske bisher nicht eindeutig nachgewiesen.

Die WHO, die ähnlich wie die österreichische Bundesregierung während der Corona-Krise bereits mehrmals ihr Meinung änderte, hat vor wenigen Tagen ihre Empfehlungen zur mittlerweile alltäglichen Maske aktualisiert. Nun wird von Seiten der WHO empfohlen, dass man auch in der eigenen Wohnung eine Maske tragen sollte, sofern man Besuch von Außenstehenden empfängt, wenn die Lüftung nicht gut ist, oder nicht diese nicht eingeschätzt werden kann. Das gelte „unabhängig davon, ob ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann“. Auch für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen wurde angeregt, dass alle dort arbeitenden Menschen einen Mund-Nasen-Schutz tragen sollten, unabhängig davon, ob sie als Pflegepersonal, oder als Reinigungs- und Küchenkräfte, sowie Büroangestellte dort tätig sind.

Sinn und Nutzen der Masken nicht bewiesen

Ebenso gibt die WHO auch neue Hinweise über den Umgang und die Hygiene mit dem neuen Alltags-Utensil. So sollten die Masken weder am Arm noch am Handgelenk getragen und auch nicht zum Kinn oder Hals heruntergezogen werden. Vielmehr sollten sie, wenn man sie ausnahmsweise einmal nicht benötigt, in einer sauberen und wiederverwendbaren Plastiktüte aufbewahrt werden. Obwohl die WHO mit ihrer neuen Empfehlung den Gebrauch der Masken ausweitet, bleibt sie jedoch bei dem Standpunkt, dass der Nutzen des Maskentragens bei gesunden Menschen bislang noch nicht eindeutig bewiesen sei. So schreibt sie selbst: „Zur Zeit gibt es nur begrenzte und widersprüchliche wissenschaftliche Nachweise über die Wirksamkeit des Maskentragens bei gesunden Menschen, um Infektionen mit Atemwegsviren, einschließlich Sars-CoV-2, zu verhindern.“

In Japan soll jetzt auch mit Maske gegessen werden

Bisher ist Japan recht gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Allerdings steigen derzeit die Infektionszahlen an und das Land hat nur eine geringe Kapazität an Intensivbetten, was vor allem in den großen Millionenmetropolen zu einem Engpass führen könnte. Da es bisher auch keinen Lockdown oder andere Einschränkungen gab, gehen die Japaner wie gewohnt ihrem Alltag nach und treffen sich auch mit Freunden und Bekannten in Lokalen um dort zu essen und sich zu unterhalten. Geht es nach dem japanischen Premierminister Yoshihide Suga, soll dazu in Zukunft auch eine Maske getragen werden. In einem Video wird den Töchtern und Söhnen Nippons auch das Prozedere erklärt: Die Maske am Band zur Seite ziehen, ohne die Oberfläche zu berühren, einen Bissen oder einen Schluck nehmen und die Maske wieder richtig aufsetzen und kauen. Dies soll fortan – geht es nach den Wünschen der Regierung – als neuer Standard in Corona-Zeiten etabliert werden. Zudem wird auch empfohlen, Stillschweigen zu bewahren, wer unbedingt reden möchte, soll dies nur tun, wenn Mund und Nase bedeckt sind.