Die Erd- und Klimaretter lassen wieder einmal grüßen. Forderte erst kürzlich ein schwedischer Wissenschaftler, zur Bekämpfung des Klimawandels Menschenfleisch zu essen, ist es jetzt die „Menschenblut-Wurst“. Die mit Eigenblut zubereitete Wurst ist für Veganer gedacht. Denn dann braucht man keine Tiere mehr und quält sie auch nicht. Der neue „Trend“ kommt aus Spanien.

Ein Kommentar von Kornelia Kirchweger

Mit der Menschenblut-Wurst verhelfe man „freien Menschen zu einer neuen Erfahrung“, heißt es auf der Webseite des Erfinders. Die Idee wird möglicherweise der nächste Hype bei Menschen, deren Verstand von einer gefährlichen Links-Ideologie lahmgelegt wurde.

Blutwurst der Marke „Eigenblut“

Der 30-jährige Holzfäller Raùl Escuin, überzeugter Veganer, bewirbt die Menschenblut-Wurst bereits seit vergangenem Dezember. Er selbst bereitet sie mit großem Vergnügen zu und genießt sein „Fabrikat“. Schon seit seiner Kindheit habe ihn der Gedanke an menschliche Blutwurst beschäftigt. Denn die „Morcilla“ ist eine lokale Spezialität. Heute sagt er: Wer vegan lebt und „Morcilla“ essen möchte, könne das nur mit seinem eigenen Blut tun. Man dürfe sie natürlich nicht mit anderen teilen. Denn das wäre Kannibalismus. Das könnte aber der nächste Hype werden, der dann als „globale Blutsbrüderschaft“ seine Kreise zieht.

Kochanleitung auf Video

In seinem Dorf Alloza (Provinz Teruel) wird diese skurrile Idee durchwegs abgelehnt. „Die verstehen das eben nicht“, glaubt Escuin. Er ist von seiner veganen Menschenblut-Idee felsenfest überzeugt – und es sei legal, mindestens in Spanien, sagt er. Das Blut, 40 Milliliter, wird ihm von einer Krankenschwester abgezapft. Escuin bereitet dann, im wahrsten Sinn des Wortes „seine Blutwurst“, nach einem alten lokalen Rezept zu. Alle Details dazu erfährt man in einem Video, das er auf Youtube stellte

Online-Werbung: „Du und Deine Blutwurst“

Seine Idee will er möglichst breit an die Öffentlichkeit bringen. Das tut er mit Workshops, die er auf seiner dreisprachigen Webseite „Du und Deine Blutwurst“ anpreist. Dort preist er seine „außergewöhnlichen Events“ an: Wo man einen einzigartigen Happen genießen könne… einen sehr persönlichen Happen. Eine Blutwurst, aus eigenem Blut zu essen, sei ein Wendepunkt zur bewussten Auswahl von Nahrung. Bei diesen Workshops werde das Blut von einer Krankenschwester abgezapft, dann werde daraus von einem Profi-Koch das Produkt zubereitet. Die Teilnehmer nehmen davon eine Kostprobe während man eine „transzendentale Diskussion“ über die Wahl seiner Nahrung führe. Seine Blut-Touren führten Escuin bereits nach Barcelona, Zaragoza und Madrid.