Die Nominierung von Douglas Macgregor zum neuen US-Botschafter von Berlin, führte zu Aufregung in linken Kreisen. Der frühere Armee-Oberst und hochdekorierte Kriegsveteran, der Europa aus dem kalten Krieg gut kennt und fließend Deutsch spricht, hat nämlich mehrmals die EU-Einwanderungspolitik und Merkels Umgang mit der deutschen Wehrmacht kritisiert. Er ist auch überzeugt, dass Westeuropa von einer sozialistischen Elite beherrscht wird.

Berlin und die EU seien gegenüber Muslimen „zu einladend“. Die EU habe die muslimischen Migranten während der Invasions-Krise mit „sehr luxuriösen und teuren Sozialleistungen“ versorgt, während es vielleicht deren Ziel ist, Europa in einen Islamischen Staat zu verwandeln. Merkel finanziere lieber Millionen unerwünschte, muslimische Invasoren als die eigene Armee, sagte er. Die Deutschen haben praktisch keine Wehrmacht mehr, Armee und Luftwaffe seien zersetzt. Hintergrund ist der schwelende NATO-Streit Trumps mit Deutschland, das seinen Zahlungsverpflichtungen für die Allianz nicht nachkommt. Trump zieht deshalb in Kürze 12.000 Soldaten aus Deutschland ab. Macgregor wird bei der Abwicklung eine Schlüsselrolle spielen.

Linker „Sumpf“ tobt

Macgregor ist auch für die linken Demokraten in Washington, von Trump oft als „Sumpf“ bezeichnet, ein rotes Tuch. Er ist gerne gesehener Gast im konservativen TV Sender „Fox“ und spricht sich dabei offen gegen die illegale Zuwanderung, u.a. der Mexikaner in die USA aus. Zudem widerspricht er linken Positionen zur globalen Politik. Macgregors Kritik an Merkel wurde umgehend vom linken TV-Sender CNN, als „ausländerfeindlich“ und „rassistisch“ klassifiziert. Der Sprecher des Weißen Hauses, Judd Deere, konterte kühl: Der „Sumpf“ fühle sich möglicherweise von Präsident Trumps Kandidat bedroht, weil dieser ganz klar für „Amerika zuerst“ eintrete.