Im sächsischen Leipzig leben noch 1972 sogenannte Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften. Die Stadt möchte allen eine eigene Wohnung vermitteln, doch die Klientel ist offenbar sehr wählerisch.

Wer vor Krieg und Verfolgung geflüchtet ist, um schließlich nach Deutschland zu kommen, freut sich, wenn er ein Dach über dem Kopf hat, genug zu essen und nicht mehr um sein Leben fürchten muss – sollte man zumindest meinen. Da allerdings Gemeinschaftsunterkünfte auf Dauer auch keine wirkliche Lösung darstellen, versucht man im links-grünen Leipzig – auch mit Hilfe der LBW (Leipziger Wohns- und Baugesellschaft mbH) – Wohnungen an Migranten zu vermitteln.

Kein Lift und zu weit weg vom Zentrum

Im Jänner 2019 hatte der Stadtrat zudem beschlossen, dass die städtische Wohnbaugenossenschaft einen Bericht dazu verfassen solle. Nach Softwareadaptierungen liegt nun ein solcher vor. In den letzten neun Monaten gingen 370 Anfragen von Flüchtlingen ein. Ein 30 Fällen kam ein Mietvertrag zustande. Interessanterweise erhält die LBW aber auch viele Absagen von Neuankömmlingen für die ihnen angebotenen Wohnungen. Die Hauptgründe dafür sind: Die Wohnung ist zu weit vom Stadtzentrum entfernt, die Wohnung liegt auf der falschen Etage und es gibt keinen Aufzug oder die Wohnung wird den individuellen Ansprüchen nicht gerecht.

Wir haben Platz?

Ein weiteres Problem sei, dass zumeist 1-Raum-Wohnungen oder sehr große Wohnungen nachgefragt werden. Wie die „Bild“ berichtet, ist dabei jedoch die Schwierigkeit, dass laut LBW „vor allem 4-Raum-Wohnungen und größere … im Bestand aber kaum vorhanden sind.“ Bedenkt man zudem die hohen Mietpreise in Zentrumslagen und die allgemein sehr angespannte Lage am Wohnungsmarkt in deutschen Großstädten, scheint das von Linken propagierte „Wir haben Platz“, wenn es um die Aufnahme von „Geflüchteten“ geht, etwas realitätsfern, zumal ein Teil der neu Zugewanderten offenbar Ansprüche stellt, die sich der normalverdienende Steuerzahler kaum leisten kann.