Am 27. Oktober dieses Jahres werden die Austrian Airlines (AUA) zum letzten Mal die einzig noch verbliebene Flugverbindung zwischen Linz und Wien bedienen.

Die Ultra-Kurzstrecke zwischen den beiden Flughäfen konnte die letzten Jahre nur noch mit Verlusten aufrecht erhalten werden. Der Lufthansa-Konzern zieht jetzt den Schlussstrich.

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Privatisierung als Problem

Die attraktive Bahnverbindung mit 16 Zügen täglich zum Flughafen Wien-Schwechat hat dazu geführt, dass die AUA ihr Angebot zuletzt schon auf eine wochentägliche Tagesrandverbindung mit Flug um 5:50 Uhr ab Linz und einer Rückkehrmöglichkeit um 23:00 Uhr ausdünnen musste.

Diese wurde im Schnitt von 30 Passagieren genutzt. Da die deutsche Mutter Lufthansa nun von der AUA verlangt, profitabler zu werden, ist endgültig Schluss damit. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) bezeichnet das geplante Streichen der Route als „Anschlag auf die heimische Wirtschaft“, und er sieht darin einen weiteren Beweis dafür, wie fatal es sei, wichtige Infrastruktureinrichtungen wie die ehemals österreichische Fluglinie AUA zu privatisieren.

Schnitt ins eigene Fleisch?

Oberösterreichs Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer zeigte sich vom Entschluss der AUA, die letzte Flugverbindung zwischen Linz und Wien zu kappen nicht überrascht, vermutet aber, der Lufthansa-Konzern könnte sich damit ins eigene Fleisch schneiden. Flughafen-Direktor Norbert Draskovits will für den Geschäftsreisemarkt neben Frankfurt nun andere Anbindungen suchen.