Am heutigen Sonntag von 14 bis 16 Uhr findet eine Demonstration von Islamisten vor der französischen Botschaft am Wiener Schwarzenbergplatz statt: Der Aufmarsch unter dem Slogan „Boycott France“ wurde von der Polizei genehmigt – einen Untersagungsgrund habe man laut eines Polizeisprechers nicht gesehen. 

In Frankfurt war man da offensichtlich anderer Meinung, denn dort wurde eine derartige Kundgebung für Samstag wegen „Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit“ untersagt. In Hamburg wiederum war man weniger vorausschauend: Auch dort laufen heute Islamisten auf. Das Landesamt für Verfassungsschutz hat bereits eine Warnung ausgesprochen.

Radikaler Frankreich-Hass

Dass es sich bei der Kundgebung in Wien keinesfalls um eine friedliche Demonstration gegen Mohammed-Karrikaturen handelt, wird mehr als deutlich, wenn man einen Blick auf das Facebook-Profil von einem der beiden Organisatoren wirft: Dort lässt er seinem Hass auf Frankreich freien Lauf.

So teilte er am 2. November zunächst ein Video von „Saith Daoud“ von der brennenden französischen Botschaft im Sudan. Der Text darunter (übersetzt von Urdu ins Deutsche): „Französische Botschaft im Sudan in Brand gesetzt. Herzlichen Glückwunsch an die Sudanesen.“

Zwei Stunden später folgte die Teilung eines Postings von „Sultan Muhammad Fateh“ mit dem Video einer Ansprache vom 23. Oktober. Der Begleittext (abermals übersetzt): „O Tyrannen… Holt die Atombombe raus……. Erklärt den Dschihad gegen Frankreich….“

Kickl fordert Verbot der Kundgebung

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl äußerte massive Kritik an der Genehmigung der heutigen Kundgebung und kündigte an, das dokumentierte Material von der Facebook-Seite des Mit-Organisators umgehend an die Polizei zu übermitteln. 

Dass solchen Personen in Wien die Abhaltung einer Demonstration genehmigt wird, zeigt einmal mehr die Unfähigkeit im Bereich des Verfassungsschutzes, sonst müsste die Radikalität des Veranstalters dort längst bekannt sein. Es zeigt aber auch die Feigheit des polizeilichen Führungspersonals, das zuletzt noch händeringend das Verbot einer Demonstration von rund 200 Gegnern der Corona-Maßnahmen verlangt hat“, sagte er.