Gewöhnt Euch daran, war die Antwort einer Moschee in Amsterdam, auf Beschwerden von Anrainern wegen Lärmbelästigung durch die fünf täglichen Gebetsaufrufe während des Ramadan. Man habe schon mehrmals die Lautstärke reduziert, noch mehr gehe nicht. Die örtliche Polizei bestätigte den Eingang vieler Beschwerden und will noch einmal mit den Moschee-Vertretern reden. 

Neues Soundsystem für Ramadan

Nachbarn der Taibah Moschee, im Amsterdamer Zuidoost-Viertel, sind verärgert: Seit Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan am 23. April und wegen der Corona- Ausgangsbeschränkungen, ruft die Moschee über neue Lautsprechersysteme die Gläubigen fünf Mal am Tag zum Gebet auf. Der erste Aufruf erfolgt um 5 Uhr früh, der letzte um 22.45 Uhr, berichtete der Amsterdamer TV-Sender AT5. Anrainer beklagten, man höre den Aufruf bis weit in die Nachbarviertel hinaus.

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Gesetz erlaubt das

Die Moschee bestritt die Vorwürfe der exzessiven Lärmbelästigung. Man habe nach wiederholten Beschwerden den Ton freiwillig leiser gestellt. Gebetsaufrufe seien laut niederländischem Recht aber gestattet, es gebe keine rechtliche Grundlage für die Beschwerden der Anrainer. „Die Nachbarschaft muss sich eben daran gewöhnen“, sagte der Moschee-Vorstand. 

Anti-Gebetsaufruf in Dänemark

Ähnliche Probleme gibt es auch in anderen europäischen Städten. In Dänemark kam es kürzlich in Aarhus zu Anti-Gebetsaufruf-Protesten. Dagegen protestierten wiederum muslimische Jugendliche und fuhren mit ihren Autos laut hupend und mit lauter Musik durch das Viertel. Die islamische Glaubensgemeinde hatte die Genehmigung für den Gebetsaufruf während des Ramadan und wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen für jeden Freitag, mehrmals am Tag, beantragt. Der Aufruf sei nur im Umkreis von 10 Metern zu hören, er werde aufgenommen und auf Facebook gestellt, hieß es.

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