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Am 5. Mai 2018 stach der syrische Asylwerber Malek F. drei Menschen bei der Bahnstation Holland Spoor, im sensiblen Den Haager Stadtviertel von Schilderswijk, nieder. Einem Mann wollte er die Kehle durchschneiden. Eines seiner Opfer war ein Muslim.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

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Attentäter war Bedrohung

Eine Spezialeinheit der Polizei schoss sieben Mal auf den 31-Jährigen. Der Staatsanwalt befand nun, die Polizei habe richtig gehandelt.

Weil die Polizei die letzte Kugel auf den bereits am Boden liegenden Attentäter abgab, wurde wegen „Polizeigewalt“ ermittelt. Der letzte Schuss habe Malek F. am linken Arm, in gefährlicher Nähe des Herzens getroffen, hieß es. Der Staatsanwalt kam zu dem Schluss, Malek sei trotzdem eine Bedrohung gewesen, die Polizei habe richtig gehandelt. Malek wurde verletzt, aber nicht getötet. Er sitzt nun wegen dreifachen Mordversuchs im Gefängnis.

Christen und Juden als „Tiere“ bezeichnet

Wie aus dem Bericht des Staatsanwaltes hervorgeht, hat F. bei seiner Suche nach Opfern Ausschau nach christlichen und jüdischen Ungläubigen (Kuffar) gehalten.

In einem abgehörten Gespräch, das er mit seiner Mutter im Gefängnis führte, soll er gesagt haben: „Sieh mich als Soldaten der Soldaten Allahs. Es ist halal, was ich tue.“ Das Messer habe er sich in der Absicht besorgt, Ungläubige damit zu töten. Er habe gehofft, die Polizei erschieße ihn und er würde zum Märtyrer werden. Malek war offenbarüberzeugt, Christen und Juden seien Ungläubige. Sie seien „Tiere und rückständig“.

Verteidiger: Religiöse Wahnvorstellungen

Der Anwalt von Malek argumentierte, sein Mandant leide an religiösen Wahnvorstellungen. Malek glaubte, er werden von Satanisten verfolgt. Aus diesem Grund stand er schon früher mit einem Messer vor der Türe der altehrwürdigen Neuen Kirche von Den Haag – für ihn das geheime Hauptquartier der Satanisten. Weil niemand die Tür öffnete, als er klopfte, sei er wieder gegangen.