Die Fälle von Tuberkulose sind mit der Migrationswelle der vergangenen Jahren in Österreich stark angestiegen.

Vergangene Woche ist ein Schüler des Gymnasiums im niederösterreichischen Purkersdorf an Tuberkulose erkrankt. Im Röntgenbus des Landes Niederösterreich sollen jetzt alle Schüler untersucht werden die mit dem unbegleiteten minderjährigen Flüchtling (UMF) in Kontakt waren.

Die Direktorin des Gymnasiums Purkersdorf versucht indes die Wogen zu glätten und die besorgten Eltern zu beruhigen. Ein spontan einberufener Elternabend, bei dem auch ein Lungenfacharzt anwesend war, sollte aufklären und informieren.

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Kritik an Verein

Der Bürgermeister von Purkersdorf lobt das rasche und reibungslose Zusammenspiel der zuständigen Behörden. Auch FPÖ-Gemeinderat Martin Cipak schließt sich dem Lob an, kritisiert jedoch den Verein menschen.leben, der die Asyl-Unterkunft mit 42 UMFs betreut. „Vom Verein menschen.leben hätte ich mir bessere Kommunikation gewünscht“, betont er.

Schärfere Kritik übt FPNÖ-Landesobmann Walter Rosenkranz: „Nachdem ein unbegleitetes Flüchtlingskind Zeitungsberichten zufolge schon seit zwei Jahren in der Klasse sitzt, kommt man nun drauf, dass das Kind TBC hat und findet es nicht einmal der Mühe wert, die Eltern direkt darüber zu informieren!“

„Wochenblick“ warnte

Die, bei uns lange Zeit als ausgestorben geltende, Krankheit kann tödlich verlaufen wenn sie nicht frühzeitig entdeckt wird. In Folge der Asyl-Krise 2015 häuften sich in den vergangenen Jahren in ganz Europa wieder Tuberkolosefälle – so etwa im November und Dezember letzten Jahres, sowie im April diesen Jahres. Der „Wochenblick“ hat aufgrund eines zugespielten Krankenhaus-Dossiers in der letzten Ausgabe ausführlich über Asyl-Krankheiten berichtet.