Deutsche Gerichten zeigen in zahllosen Fällen, welche Prioritäten der deutsche Staat hat: Das Leben der Bürger, die schon länger in Deutschland leben, ist es sichtlich nicht. Ein Messerangriff auf einen Polizisten führte zu einem Kuschelurteil gegen einen 39-jährigen Afrikaner. Dieser hatte keine Lust auf Abschiebung und versuchte einen Polizeibeamten zu ermorden. 

Nur durch einen Griff in die 20 Zentimeter lange Messerklinge konnte der Polizist dem tödlichen Angriff entgehen. Der Nigerianer hatte versucht, ihm die Klinge in den Hals zu rammen. Die Anwältin des Opfers sah drei Mordmerkmale verwirklicht: niedrige Beweggründe, Heimtücke und Ermöglichungsabsicht.

Der Grund für die Attacke war die bevorstehende Abschiebung des Mannes. Dieser ging auf die Beamten los, als sie ihn abholen und zum Flughafen bringen wollten. Sein Asylantrag war in letzter Instanz abgewiesen worden, dem Afrikaner war bewusst, dass er sich illegal im Land aufhält.

Der Anwalt des Nigerianers erklärte hingegen, dass sein Mandant „nur aus der Wohnung fliehen wollte“. Er wäre ein „tief gläubiger Christ“ und habe niemanden ermorden wollen. Der Afrikaner war bis zuletzt nicht geständig. Seine Abschiebung wäre nicht rechtmäßig gewesen, so der Anwalt, da sein Mandant in Deutschland bereits ein Kind gezeugt hätte. 

Das Gericht in München schloss sich dieser Meinung an und verurteilte den illegalen Immigranten wegen versuchtem Totschlag zu kuscheligen vier Jahren Rundumversorgung in einer deutschen Haftanstalt. Danach wird er wohl in Deutschland bleiben dürfen – zumindest sind vergleichbare Fälle bekannt. Die Rechtsvertretung des Opfers ist entsetzt: Es handle sich „um ein völlig falsches Signal. Immerhin geht es hier um einen Messer-Angriff auf einen Polizisten.“ Ob der Fall in Revision geht, war vergangenen Freitag noch unklar.