Bevor die Sicherheitsschule des österreichischen Bundesheeres überhaupt eröffnet wurde, ist sie bereits wieder geschlossen. Betroffene Schüler und Eltern protestierten diese Woche vor der Hofburg, doch ihre Forderung dürfte trotzdem nicht angenommen werden.

Sie übergaben Bundespräsident Van der Bellen einen offenen Brief, als dieser am Nachmittag in Richtung Hofburg unterwegs war. Darin forderten sie, dass die „Sicherheitsschule“ des Heers in Wiener Neustadt nicht geschlossen werden dürfe. Den 53 Kindern würde wenige Monate vor Unterrichtsbeginn einfach so der Schulplatz gestrichen werden. Die Umbauarbeiten auf dem Campus der ehemaligen Militärakademie wären bereits im vollem Gange.

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Ehemaliges FPÖ-Leuchtturmprojekt

Nach einem kurzen Gespräch meinte Van der Bellen, dass die Schüler eben in eine andere Schule gehen müssen. Ein Vater eines Schülers berichtet: „Und wenn sie 18 seien, könnten sie sowieso zum Heer gehen.“ Die Gruppe sei später zu den Parlamentsklubs gegangen und dort vor allem von der FPÖ „sehr wohlwollend empfangen worden“. Die Sicherheitsschule war immerhin ein Leuchtturm-Projekt des ehemaligen freiheitlichen Verteidigungsministers Mario Kunasek. Im Parlament stellten die beiden ehemaligen Koalitionsparteien und die SPÖ einen Entschließungsantrag in Aussicht, um die Schule zu retten. Nimmt der neue Verteidigungsminister Thomas Starlinger seine Entscheidung, die geplante Schule nicht zu eröffnen, nicht zurück, will die FPÖ einen Misstrauensantrag einbringen.

FP-Landbauer: „Ein absoluter Schwachsinn“

Der niederösterreichische FPNÖ-Klubobmann Udo Landbauer kritisiert die Schließung der Sicherheitsschule scharf: „Was maßt sich dieser Verteidigungsminister an? Kein einziger Österreicher hat den Herrn gewählt und er setzt 53 Kinder von heute auf morgen auf die Straße.“ Der neue Interims-Verteidigungsminister Thomas Starlinger beendete das Schulprojekt, da es zu teuer gewesen wäre. Für Landbauer sei dies „ein absoluter Schwachsinn, erstunken und erlogen, weil das Projekt de facto bereits budgetiert wurde“. Auch der FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker meldete sich auf seinem Facebook-Profil zu Wort: