Der 35-jährige Kurde Azad Cudi hatte im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) 250 Dschihadisten erschossen. Er gab zu, dass er Spaß beim Töten der Kämpfer hatte. Ab 2014 kämpfte der Scharfschütze nicht nur gegen den IS-Terror in seiner Heimat Syrien, sondern auch gegen Hunger und Übermüdung. Seine drastischen Erlebnisse schildert er in einem Buch.

Cudi sah schreckliche Dinge und viele Freunde sterben, bei einigen seiner Kämpfe mit der Terrororganisation wurde er außerdem verwundet. Um überleben zu können, musste er andere töten. Er schrieb ein Buch über die Zeit im syrischen Bürgerkrieg mit dem Titel „Die Stille vor dem Schuss“. Darin schildert er seinen Widerstand gegen die Übermacht der IS-Krieger.

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„Die Stille vor dem Schuss“

Er hatte sich der kurdischen YPG-Miliz angeschlossen. Da er so gut mit der Waffe umgehen konnte, wurde er schlussendlich Scharfschütze. Der britischen Zeitung „The Sun“ erzählte Cudi: „Bei bis zu 500 Metern Distanz zielte ich auf den Kopf, der sehr einfach und sauber abzuschießen war. Wenn das Ziel weiter weg war – 700 oder 800 Meter – habe ich mich für den Körper entschieden. Das ist die gängige Technik eines Scharfschützen, dass man bei mehr als 700 Metern auf den Körpern zielt.“ Cudi musste dafür stundenlang hinter einer Mauer oder „wie ein kalter Stein“ getarnt im Freien aushalten, so der 35-Jährige.