Eine norwegische TV-Moderatorin fordert Impf-Solidarität, auch wenn man dabei stirbt. Es klinge zwar brutal, aber „einige müssen im Krieg gegen Corona geopfert werden“, schrieb Linn Wiik kürzlich in einem Meinungsbeitrag für den Norwegischen TV-Kanal 2. Sie würde gerne an einer AstraZeneca Impfung sterben, wenn damit die öffentlichen Bedenken gegen die Impfung ausgeräumt würden und „wir den Krieg der Menschheit gegen die Pandemie gewinnen“.

von Kornelia Kirchweger

…jemand muss geopfert werden

In Norwegen starb nach einer AstraZeneca Impfung ein Mitarbeiter im Gesundheitsbereich an einer Gehirnblutung, drei weitere junge Mitarbeiter bekamen danach Blutgerinnsel. Norwegen stoppte die Impfung vorläufig. Das hindert die TV-Moderatorin nicht, ihren Beitrag so zu übertiteln: „Ich würde gerne an dem AstraZeneca-Impfstoff sterben“.

Und weiter: Es sei schrecklich traurig, dass Gesundheitspersonal krank geworden ist. Sie seien ja Frontkämpfer im Krieg gegen Corona und wurden deshalb frühzeitig geimpft. Und man werde alles tun, um herauszufinden, ob ein Zusammenhang mit der Impfung bestehe. Menschen bekommen jedes Jahr Blutgerinnsel und sterben an Gehirnblutungen, so Wiik…

Aber selbst wenn sich herausstelle, dass dieser Impfstoff zu solchen Nebenwirkungen führe, werde sie das Impf-Angebot annehmen. „Jemand muss geopfert werden, damit der Rest in Sicherheit ist“. So sei es in allen Kriegen. Man führe einen Krieg gegen Corona, die einzige Waffe sei der Impfstoff. Dieser sei der Weg aus den Schützengräben, der Weg zum Frieden.

Auch Autofahren ist ein Risiko

Einige werden Nebenwirkungen nach dem Impfstoff bekommen, so sei es bei allen Medikamenten. Der Nutzen übertreffe aber das Risiko. Wer Angst vor dem Risiko habe, dürfe auch nicht mehr mit dem Auto fahren… Sie habe mehr Angst von den Nebenwirkungen der Pandemie als vor jenen der Impfstoffe.

In Norwegen wurden die strengsten Maßnahmen seit dem Zweiten Weltkrieg erlassen, was zu Arbeitslosigkeit, Einsamkeit und einer Zunahme häuslicher Gewalt und Missbrauch gegenüber Kindern und Jugendlichen führte. Wiik ist kein unbeschriebenes Blatt, was sonderbare Kommentare betrifft: im November musste ihr Beitrag „Wir leben in einer Diktatur“ überarbeitet werden. Er befasste sich mit den drakonischen Covid-19-Einschränkungen und deren Auswirkungen auf die Norweger.

Vorteile überwiegen Schäden

Die offizielle Diktion von WHO und Europäischer Arzneimittelbehörde (EMA) war bisher: es gebe keinen Nachweis für einen kausalen Zusammenhang zwischen Impfung und zunehmenden Komplikationen, vor allem Blutgerinnsel. Die Vorteile seien größer als die Schäden. Aufgrund des wachsenden Drucks untersucht die EMA nun aber doch, ob steigende Fälle von Thrombosen eine Folge der AstraZeneca-Impfung sind.

Italien schlägt da rauere Töne an: nachdem es nach einigen Impfungen zu Todesfällen und Komplikationen kam, wurde der AstraZeneca-Chef von Italien wegen „Fahrlässigkeit“ geklagt. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz bekräftigte kürzlich: er werde sich mit AstraZeneca impfen lassen, weil der das Serum für unbedenklich halte.