Die Impf-Kampagnen im deutschsprachigen Raum geraten zur Farce. Auf der einen Seite gibt es nicht genug Impfstoff für jene, die sich tatsächlich impfen lassen wollen. Und auf der anderen Seite drohen die Vakzine dann, sobald sie verfügbar sind, zu Ladenhütern zu werden. Breite Teile der Bevölkerung in Deutschland und Österreich wollen sich nämlich trotz Dauerpropaganda weiterhin nicht impfen lassen. 

Also spannt die Obrigkeit für ihre Impf-Propaganda gerne Prominente ein. Das Kalkül: Die Idole der Menschen sollen mit Vorbildwirkung die Menschen überzeugen. Für díe – großen öffentlichen Kampagnen traditionell kritisch gegenüberstehenden – einfachen Bürger aus dem Gemeindebau spannt man dann auch gerne einmal Realitystars und C-Promis ein. Ob es auch beim, für seine Proll-Protz-Mischung bekannten Ehepaar Geiss einen Auftrag dazu gab, ist unbekannt. Fix ist dafür: Sie rühren ganz offen die Werbetrommel. Aber das ist nur die Hälfte der Geschichte. Denn nun macht sogar der Verdacht die Runde, dass die Impfgabe nur eine Inszenierung war und gar nicht stattfand…

Geissens appellieren an den Gruppenzwang

Aber alles der Reihe nach: Öffentlichkeitswirksam ließ sich Robert Geiss (57) vor laufender Kamera im Steuerparadies Monaco, wo er mit seiner Gattin Carmen (55) wohnt, impfen. Denn beim Fortschritt der Impfkampagne im Fürstentum ist bereits die Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren aufgerufen, sich pieksen zu lassen. Dazu ruft er auch seine Fans auf: „Ich glaube, wir müssen in der Pandemie jetzt mitmachen und die Impfung ist der Schlüssel zum Erfolg“. 

Andernfalls werde es keine Öffnungsschritte geben. Er will wieder feiern, das macht er klar – natürlich ganz schick in Monaco oder auch in Saint-Tropez: „Und dementsprechend laufen wir der Herde hinterher.“ Vor den möglichen Impfschäden fürchtet sich Geiss übrigens nicht: „Und wenn uns ein elfter Finger wächst? Ja und, dann haben wir einen elften Finger, der hilft uns vielleicht.“

Impfwillige ärgern sich über angebliche „Vordrängelei“

So wirklich wollte seine Impf-Propaganda aber beim deutschen Publikum nicht ziehen. Denn es hagelte nun Angriffe aus allen Richtungen. So erinnerten einige Internet-Nutzer daran, dass für die Geissens eine so frühe Impfung in Deutschland noch gar nicht möglich wäre. „Da soll man noch sagen, alle sind gleich. Selbst meine Mutter mit 85 Jahren hat noch keinen Termin. Mir fehlen die Worte,“ ärgert sich ein Bürger darüber, dass die „Schönen und Reichen“ sich in ihren Luxus-Domizilen den Vorrang nehmen.

War die Impf-Aktion möglicherweise gar nicht echt?

Aber nicht nur von Impfwilligen gibt es Vorwürfe – denn es wird der Verdacht laut, dass es sich bei der Impfung gar nicht um eine echte Impfung handelte. Demnach sei den Geissens also gar kein Wirkstoff gespritzt worden. Auch ein aufmerksamer „Wochenblick“-Leser hatte diesen Verdacht: „Wenn Sie das diesbezügliche Video stoppen, sehen Sie die fehlende Nadel.“

Um dies zu unterstreichen schickte er uns Screenshots aus einem Telegram-Kanal mit, welche diese These belegen sollen. Robert Geiss freilich dementierte den Vorwurf im Video vorab. Auch wir sichteten das Video mehrmals und fertigten einen eigenen Screenshot an, um auf Nummer sicherzugehen. Und tatsächlich: Es schaut so aus, als würde eine Nadel zwar in Richtung des Armes gehen… danach aber plötzlich nicht mehr vorhanden sein. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…?