Das Bienensterben ist laut vielen Experten eines der größten Probleme unserer Zeit. Dennoch ist das Halten der fleißigen Insekten in Wohngebieten nicht erlaubt.

14.000 Bienenvölker konnten den Winter in Oberösterreich nicht überstehen. In der Verluste-Skala (8,1 bis 28,4 Prozent) befindet sich der Wert daher am oberen Ende. Laut einer neuen Studie haben Pestizide faktisch einen maßgeblichen Teil dazu beigetragen. Der Ruf nach einem Verbot für Bienengifte wird lauter.

Insektengifte und die Varroa-Milbe sind zwei besondere Stressfaktoren für Bienen. Eine Kombination dieser beiden Faktoren ist laut einer internationalen Studie aus der Schweiz die aktuelle Hauptbedrohung, besonders von den langlebigen Winterbienen.

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Fast ein Viertel der Bienen in Oberösterreich gestorben

Die Studie erscheint vor dem Hintergrund des dramatischen Bienensterbens in Oberösterreich noch bedeutsamer: 23 Prozent der Gesamtbevölkerung der Bienen überlebten den Winter nicht. Das entspricht einem Schaden von 2,5 Millionen Euro. „Die vorliegende Studie bestätigt unseren Verdacht, dass es einen Zusammenhang zwischen Pestizideinsatz und Wintersterblichkeit von Bienenvölkern gibt“, bestätigt Johann Gaisberger, Präsident des Landesverbandes für Bienenzucht.

Ab Juni Bienenhaltung im Wohngebiet erlaubt

Im oberösterreichischen Landtag wurde bereits eine wichtige FPÖ-Initiative einstimmig umgesetzt, um dem Bienensterben entgegenzuwirken. „Bienen sind von unschätzbarem Wert. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Umwelt und sind unerlässlich für funktionierende Ökosysteme. Sie dürfen nun auch im Wohngebiet gehalten werden“, weist FP-Klubobmann Herwig Mahr auf den Gesetzesbeschluss hin.

FPOÖ-Klubobmann Herwig Mahr mit seinen Bienen.