Montagabend ermordete ein 33-jähriger Afghane in Leopoldschlag/OÖ mutmaßlich einen 63-jährigen Altbauern mit einem Messer. Zuvor hatte er bereits in einem Asylheim einen Flüchtlingsbetreuer niedergestochen und lebensgefährlich verletzt (Wochenblick berichtete). 

Der mutmaßliche Mörder war bereits in der Vergangenheit auffällig, er soll gewalttätig gegenüber seiner Frau gewesen sein. Auch bei einer Führerscheinprüfung dreht er schon komplett am Rad.

Gedenkveranstaltung für Mordopfer

Auf Facebook ruft nun eine Seite mit dem Namen „Wir alle sind Franz. G.“ zu einer Gedenkveranstaltung am Marktplatz in Leopoldschlag auf. Die Veranstalter schreiben:

„Getroffen hat es Franz G. – es hätte aber jeder von uns sein können. Immer wieder werden Menschen in Österreich zum Opfer von aggressiven Einwanderern, welche nur aufgrund einer verfehlten Asylpolitik überhaupt (noch) im Lande sind.

Mit Franz G. ist ein völlig unschuldiger Mensch gestorben – wir wollen seine Erinnerung aber am Leben halten und mit einem stillen Zeichen der Anteilnahme verhindern, dass sein tragischer Tod nicht vergessen wird.

Wir laden alle Menschen, welche diese Tat ebenso entsetzt, dazu ein, sich uns anzuschließen, wenn wir Franz G. und allen anderen Opfern importierter Gewalt unsere letzte Ehre erweisen.

GEDENKEN AN FRANZ G.
DATUM: DO, 17.10.19 ab 20:00
ORT: MARKTPLATZ LEOPOLDSCHLAG“

Im Umfeld der „Identitären Bewegung“

Laut Medienberichten soll der Veranstalter im Umfeld der „Identitären Bewegung“ angesiedelt sein. Diese ist speziell für linksgerichtete Parteien und entsprechende Medien ein rotes Tuch. Gegen die Vereinigung wurde ein aufwändiger Prozess in Graz geführt, der mit Freisprüchen endete. Doch auch die FPÖ ist um Distanzierung bemüht. Der Landtagsabgeordnete Peter Handlos warnte beispielsweise auf Facebook mit den Worten: „Lasst euch trotz der furchtbaren Vorfälle in Leopoldschlag bitte nicht von rechtsextremen instrumentalisieren.“ (sic)

Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) sagte am Donnerstag: „So eine Situation, die schwer genug ist, darf nicht ausgenutzt werden, da darf es auch nicht zu einem Missbrauch kommen. Ich stehe daher voll hinter der Gemeinde und hinter dem Bürgermeister, die sich um viel Miteinander bemühen.

Diese angekündigte Versammlung oder Mahnwache oder wie immer man das nenne, sei ein Missbrauch dieser Situation, so Stelzer weiter. Es wäre auch nicht gut, wenn dort viele Menschen hingehen würden. Dass eine kleine Gruppe, bei der klar sei, welchen Hintergrund sie habe, dies im negativen Sinn ausnützen wolle, sei ein völlig falsches Signal, das er auch ablehne. Die Veranstaltung stehe aber unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.

Zuvor hatte sich auch bereits der Bürgermeister von Wullowitz, Hubert Koller (ÖVP) negativ über die Austragung der Veranstaltung geäußert.