Der Maler Odin Wiesinger ist seit dem Präsidentschaftswahlkampf als Lieblingskünstler von Norbert Hofer bekannt. Die FPÖ nominierte ihn nun als mögliches Mitglied des oberösterreichischen Landeskulturbeirates. Eine Liste aller Kandidaten wird am Montag der Landesregierung zum Beschluss vorgelegt.

In der Vergangenheit steuerte der Andorfer Wiesinger bereits Werke für patriotische Magazine wie „Info-Direkt“ und der „Aula“ bei. Bedenken für diese Ernennung sehe die FPÖ keine, dies bestätigte ein Sprecher von Landesparteichef und Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner am Sonntag. Auch verwies das Büro von Landeshauptmann und Kulturreferent Thomas Stelzer (ÖVP), dass die Statuten des Landeskulturbeirats „ein eigenständiges Nominierungsrecht für alle im Landtag vertretenen Parteien“ vorsieht.

Insgesamt werden in dem beratendem Gremium neun von der Politik bestimmte Personen sitzen. Kulturschaffende und Kultureinrichtungen konnten sich zusätzlich für die Mitgliedschaft bewerben oder Persönlichkeiten vorschlagen. Am 8. Juni beginnt die neue, vierjährige Funktionsperiode.

Twitter-Perlen der Empörung

Von Seiten der linksliberalen Schickeria gibt es in sozialen Medien bereits Kritik von „Staatskünstlern“ und Journalisten, die empört sind, dass möglicherweise im Landeskulturbeirat einmal keiner von ihresgleichen sitzen könne.