Kein Pensionsanspruch trotz 64 Jahren…

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64 Jahre wurde das Linzer Stadion heuer – trotz dieses pensionsreifen Alters ist kein Ruhestand in Sicht. Nach dem 33 Millionen-Umbau ist der Bau zwar „zweckmäßig“, richtig glücklich ist aber keiner mit dem Gugl-Oval. Wir haben eine kleine Zeitreise in die letzten sechs Jahrzehnte gewagt…

Das zur Zeit der Ersten Republik in der Prinz Eugen-Straße errichtete „Stadion der Arbeitersportler“ wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und so suchte die Stadtverwaltung 1946 einen geeigneten Standort für das neue Stadion. Am Areal der Froschbergziegelei standen noch die Barackenreste des Reichsarbeitsdienstes. Die riesige Lehmgrube musste einem Betonoval weichen, das am 28. Juni 1952 feierlich eröffnet wurde. Eine dachlose Sitzplatztribüne bot 4.500 Menschen und eine große Stehterrasse 21.000 Besuchern Platz. An die ehemalige Ziegelei erinnert heute nur noch die Adresse: Ziegeleistraße.

Zuschauerrekord aus dem Jahre 1962

Am  31. März 1962 wurde die bis heute geltende Zuschauer-Rekordmarke aufgestellt: Beim Spiel LASK-Wiener Sportklub (3:3) – gab es 33.000 Augenzeugen. Diese Marke wurde nur einmal getoppt: Am 6. September 1988 lockte Pop-Titan Michael Jackson 40.000 Leute auf die Gugl. Bis 1965 wurden drei Neben- und Übungsplätze gebaut, 1967 folgte die Flutlichtanlage, 1971 kam die Überdachung der Haupttribüne hinzu.

Ab 1969 gab es dann die legendären Linzer Derbys: Die LASK-Fans standen im Block 2, die Blau-Weißen im 3er Block. Im Sommer 1974 dann – nach dem LASK-Meistertitel 1965 – die zweite Fußball-Sternstunde von Linz: Nach dem 2:0 gegen die Vienna durfte der SK VOEST am 1. Juni 1974 die Meisterschale emporrecken. Fans stürmten schon während des Matches den Platz – die Folge: Ein Zaun musste vor Beginn der nächsten Saison errichtet werden.

Sternstunden des Linzer Fußballs

Im Europapokal empfing der SK VOEST den spanischen Meister FC Barcelona: 26.000 Besucher sahen das Starensemble, dem ein 0:0 abgetrotzt wurde. Neben dem Stadion wurde im selben Jahr die Sporthalle eröffnet.
1984 ging es mit Renovierungsarbeiten weiter. Die alte Aschenbahn wurde durch eine Tartanbahn ersetzt. Ebenso wurde die legendäre „Eterna“-Stadionuhr durch eine zeitgemäße Anzeigetafel ersetzt. Diese feierte beim 46. Linzer Derby am 11. Oktober 1985 ihre Premiere. Im Frühjahr 1988 wurde im Stehplatzbereich ein Sektor hinzugebaut und die Überdachung des Stehplatzes realisiert. Sechs Jahre später wurde dann der gesamte Stehplatz überdacht, 1996 folgte die Installation einer Rasenheizung.

Internationale Sport-Highlights waren auch die Gugl-Meetings: Von 1988 bis 2008 verliehen Leichtathletik-Größen wie Carl Lewis dem Oval olympischen Glanz. Im Vorlauf der Europameisterschaft 2008 verabsäumte die Stadt Linz allerdings die Chance, auf den Euro-Zug aufzuspringen: So begann man eine aufwändige Sanierung des Stadions, die keinen glücklich machte. In der Variante mit reinen Sitzplätzen (UEFA-Spiele, etc.) bietet es 13.300 Personen Platz. Die maximale Kapazität mit Sitz- und Stehplätzen beträgt heute 21.005 Zuschauer.

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