Ärger über private Parkraum-Sheriffs: „Ist wie Lizenz zum Gelddrucken …“

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Abkassieren ohne Maß und Ziel

Ärger über private Parkraum-Sheriffs: „Ist wie Lizenz zum Gelddrucken …“

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„Da geht es nur ums Abzocken“, ärgert sich Sybille H. aus Vöcklabruck, die kürzlich zu einem weiteren Opfer eines Geschäftsmodells wurde, das zwar legal ist, aber äußerst fragwürdig, wenn nicht sogar sittenwidrig.

Moderner Wegezoll

Um zu Geld zu kommen, haben frühere Generationen wie das Raubrittergeschlecht der Kuenringer in der Wachau einfach eine Kette über die Donau gespannt und von den so gestoppten Schiffen Abgaben kassiert, manchmal auch gleich die ganze Warenladung. Diese frühere Tradition wird heute auf eine subtilere und zeitgemäße Weise von den Privatparkplatz-Überwachungsgesellschaften fortgesetzt, indem diese schon für minutenweise unberechtigtes Halten oder Parken auf einer von ihnen bewirtschafteten Fläche ordentlich abkassieren.

Teure Haltegebühr

Das passierte auch Sybille H., als sie ihre 97-jährige, gehbehinderte Mutter besuchte, um ihr beim Übersiedeln zu helfen. Die Mutter lebt dort in einem Mehrfamilienwohnhaus. Sybille stellte ihren BMW dort kurz auf einen freien Parkplatz, weil der ihrer Mutter von einem anderen Auto belegt war. „Dort, wo ich stand, behinderte ich niemanden und bei einem vorzubereitenden Umzug wird es wohl auch eine Ausnahme geben, zumal es freie Flächen für solche Zwecke vorm Haus nicht gibt“, sagt Hü. „Ich stand dort nur ein paar Minuten, um von meiner Mutter die Parkkarte zu holen, aber die haben einem offenbar gut versteckten Sheriff schon genügt, um mir einen Zahlschein mit 65 Euro hinter die Windschutzscheine zu stecken – eine teure Haltegebühr.“

Abkassierer aus Dublin

Auf derlei „Erziehungsmaßnahmen“ kann Sybille aber gut und gern verzichten, zumal es dabei auch nicht um Erziehung, sondern ums beinharte Abkassieren ginge. Man merkt die Absicht bei diesen „Parkraumbewirtschaftern“, sagt sie, und ist natürlich verstimmt. Der Firmensitz dieser Abkassierer befindet sich in Mattighofen, der Sitz der winzigen Firma (Stammkapital: 3.300 Euro) in Dublin. Für Sybille ist deren Geschäftsmodell wie eine Lizenz zum Gelddrucken.

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