Aktuelle Ausgabe: Renaissance im Herzen von Linz

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Linzer Landhaus

Aktuelle Ausgabe: Renaissance im Herzen von Linz

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Das Linzer Landhaus wird wohl den meisten als Sitz der Landesregierung ein Begriff sein. Tatsächlich handelt es sich dabei aber auch um ein Bauwerk von großer historischer und kunstgeschichtlicher Bedeutung.

Ein Beitrag von Dr. Siegfried Pichl

Der Name „Landhaus“ weist darauf hin, dass es bereits früher als Sitz und Versammlungsort der ob-der-ennsischen Landstände (also Vertretern des Adels, der Geistlichkeit und der sieben landesfürstlichen Städte) diente. Im Jahr 1567 erwarben die Stände die Räumlichkeiten des ehemaligen Minoritenklosters, um hier ein angemessenes Repräsentationsgebäude zu schaffen.

Weithin sichtbar der Landhausturm mit seiner stattlichen Höhe von 66 Metern. Vollendet und mit einer schönen „Welschen Haube“ versehen wurde er allerdings erst im Jahr 1637. Die auffallend gestalteten Sonnenuhren stammen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts.

Nordtor: die ganze Pracht der Renaissance

Während das durch flache Pilaster gegliederte Südportal vergleichsweise schlicht gestaltet ist, entfaltet das zur Altstadt weisende nördliche Tor die ganze Pracht der Renaissance und gilt als eines der schönsten Renaissance-Portale nördlich der Alpen.

Der politischen Bestimmung des Landhauses gemäß befinden sich über dem Torbogen die Wappen von Ober- und Niederösterreich (zur Zeit der Monarchie die Erzherzogtümer Österreich ob und unter der Enns), sowie das rotweißrote Bindenschild.

Arkadenhof – eine stimmungsvolle Kulisse

Ganz eine Schöpfung der Renaissance ist auch der vermutlich 1577 fertiggestellte dreigeschossige Arkadenhof, zu dem wir durch die breit gewölbte Durchfahrtshalle – über der sich der große „Steinerne Saal“ befindet – gelangen.

Während der Sommermonate finden hier jedes Jahr die Serenadenabende statt, musikalische Darbietungen, für die der Arkadenhof eine stimmungsvolle Kulisse bietet. In seiner Mitte befindet sich der sogenannte Planetenbrunnen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Dieser erhielt seinen Namen von allegorischen Darstellungen der damals bekannten sieben Planeten.

Steinbrücke erst 2007 wieder freigelegt

Zu erwähnen sind noch die erst im Jahr 2007 freigelegte dreibogige Steinbrücke aus dem Jahr 1769, welche einstmals das Südportal mit der Promenade verband, sowie die in den Gebäudekomplex des Landhauses eingebundene Minoritenkirche, die ihre heutige Gestalt in der Mitte des 18. Jahrhunderts erhalten hat, also bereits ein Werk des Spätbarock darstellt.

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Ab sofort finden Sie in den kommenden “Wochenblick”-Ausgaben eine Serie zu unseren historischen Baudenkmälern. Gestaltet werden die Reportagen von dem Linzer Kunsthistoriker Dr. Siegfried Pichl.

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