Alle Wege führen nach oben…

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…und der steilste führt durch‘s Rodatal. Düster und wenig einladend verbergen die dicken Nebelschwaden die Sicht auf den Gipfel. Die ausgezeichnete und herzliche Bewirtung auf der Grünburger Hütte, an der Pforte zum Nationalpark Kalkalpen, machen alle Beschwerden wieder wett.

Wenn man Streckenplanungsfehler vermeidet, wird man auf 1.080 Meter für seine Strapazen fürstlich entlohnt.

Die Aussicht hielt sich in (engen) Grenzen
Die Aussicht hielt sich in (engen) Grenzen

Dichter Nebel: Gutes Wetter war nicht in Sicht – sonst aber auch nichts

Auf der Homepage der Grünburger Hütte sind mehrere Aufstiegsvarianten beschrieben, allesamt mit ca. 1,5 Stunden Aufstiegsweg. Wahllos entschied ich mich dann für den Weg aus dem Rodatal. Ein Pfad, den man nur abenteuerlustigen Bergfexen empfehlen kann. Ein schlammiger Weg ins nebelige Ungewisse. Die Kombination aus Nieselregen, konstantem Wind und Nebel erinnerte mich an die Zeit beim Bundesheer: Jägerwetter wurde dieser Traum aller Masochisten genannt.

Die Wirtsleut' Bali und Kati sorgen für familiäres Ambiente.
Die Wirtsleut’ Bali und Kati sorgen für familiäres Ambiente und verwöhnen mit regionalen Schmankerln.

Umgängliche Ungarn bewirten die Hütte

Über die steilen, menschenleeren Schlammpisten erreichte ich letztendlich aber doch noch das Ziel. Einen herrlichen Schweinsbraten und ein Bier später waren alle Strapazen vergessen… Auch wenn der Gipfelsieg aufgrund des anhaltenden Nebels, im wahrsten Sinne des Wortes, aussichtslos blieb. Mit den freundlichen Wirtsleuten  Balázs „Bali“ Fojtyik und Katalin Borbély kommt man gleich ins Gespräch. Die sympathischen Ungarn haben schon vorher auf der Grünburger Hütte und der benachbarten Schobersteinhütte gearbeitet, als die Grünburger Hütte einen neuen Pächter suchte, erfüllten sie sich den Traum von einer „eigenen“ Hütte.

16-Stunden-Arbeitstage sind keine Seltenheit

Eine harte Aufgabe – wie ich erfahre:  „Es gibt keinen typischen Tag. Es gibt immer Abwechslung. Wir arbeiten in der Hauptsaison im Sommer 14 bis 16 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. An einem schönen Tag kommen bis zu 500 Gäste auf die Hütte. Aber solange die Arbeit Spaß macht ist das kein Problem.“ Einen besonderen Wert legen die fleißigen Wirtsleute auf Nachhaltigkeit bei Essen und Trinken: „Alle unsere verwendeten Lebensmittel, der Most und die Fruchtsäfte sind von Bauern aus der Umgebung. Alles was wir nicht regional einkaufen können, wie Kaffee und Kakao sind FairTrade-Produkte.“

Der Hüttenhund-Sruppi beobachtet neugierig das geschäftige Treiben.
Der Hüttenhund-Sruppi beobachtet neugierig das geschäftige Treiben.

Tiere sind immer gern gesehen

Dass Tierliebe groß geschrieben wird merkt man ebenfalls sofort: Durch die Stube wuseln der Hüttenhund „Struppi“ und zwei Schmusekater, die sich gerne eine Streicheleinheit von den Gästen abholen. Zum Abstieg empfiehlt uns Bali eine andere Route. Anfänglich ein schöner, befestigter Weg. Doch sobald man wieder ins Rodatal abbiegt, beginnt die schlammige Rutschpartie erneut…

Die Öffnungszeiten im Winter finden Sie auf:
www.gruenburgerhuette.or.at

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