Als das Licht nach Oberösterreich kam

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Als das Licht nach Oberösterreich kam

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Auch wenn die Landeshauptstadt Linz erst relativ spät in künstlichem Licht erstrahlte, war Oberösterreich ein Vorreiter im Bereich der Elektrifizierung. Schon damals war die Wasserkraft der Schlüssel zur Erzeugung elektrischer Energie. Diese Form der Energiegewinnung prägt nicht nur Oberösterreich, sondern ganz Österreich.

Linz hatte ab 1897 Elektro-Licht

Die Elektrifizierung der österreichischen Landeshauptstädte erfolgte zu recht unterschiedlichen Zeitpunkten. Während Salzburg bereits 1887 in elektrischem Licht erstrahlte, mussten sich die Linzer bis 1897 gedulden. Besonders beschämend: Im Linzer Gemeinderat wurde die Elektrifizierung seit 1883 diskutiert.

Bereits um 1900 war elektrisches Licht aus großen Städten nicht mehr wegzudenken. So wollte auch Urfahr nachziehen, hatte allerdings erhebliche Probleme mit der Finanzierung des Vorhabens.

Gegen die Elektrifizierung

Mit der Begründung, „In solch großstädtische Aktionen solle sich Urfahr nicht einlassen“, bezog der damalige Bürgermeister Heinrich Hinsenkamp klar Stellung gegen die Elektrifizierung. Aber auch die Bevölkerung im Mühlviertel stand der neuen Energie mehr als skeptisch gegenüber: Als das Schulhaus in der Marktgemeinde Lembach beleuchtet werden sollte, regte sich Widerstand gegen den „unerhörten Luxus des elektrischen Lichts“.

Neben Widersachern gab es aber auch Visionäre: Die beiden Baufachleute Josef Stern und Franz Hafferl starteten 1899 den Ausbau der Wasserkraft in Oberösterreich. Bereits 1901 ging am Traunfall das erste Drehstromkraftwerk Oberösterreichs ans Netz. Bis 1914 bauten Stern und Hafferl auch das erste größere Verbundsystem Österreichs auf und konnten so Abnehmer in 82 Orten in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark mit elektrischer Energie versorgen.

Das bedeutendste Wasserkraftwerk entstand in OÖ

Auch das bedeutendste Wasserkraftwerk entstand in Oberösterreich: Im Jahr 1919 begannen die Bauarbeiten an der großen Mühl in der Gemeinde Partenstein. Mit 29,5 Megawatt setzte es neue Maßstäbe in der frühen Elektrifizierung, rangiert aber trotz späterer Leistungserhöhung heute nur noch weit abgeschlagen in der Liste der leistungsstärksten Kraftwerke Österreichs.

Das damals größte Stromlieferungsunternehmen Österreichs entstand im Jahr 1929, als die OEWEAG (Oberösterreichische Wasserkraft- und Elektrizitäts-AG) mit Stern & Hafferl zur Österreichischen Kraftwerke Aktiengesellschaft (ÖKA) fusionierte. Diese neu entstandene Gesellschaft versorgte ein Überlandnetz in nahezu ganz Oberösterreich, Salzburg sowie in Teilen Niederösterreichs und der Steiermark.

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