Brandkatastrophen-Übung in früherem Munitionsbunker

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Krisenstab

Brandkatastrophen-Übung in früherem Munitionsbunker

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Alarm in Bad Ischl: In der Stollenanlage Perneck brennt’s. Das Feuer in der ehemaligen Munitionsbunkeranlage des Bundesheeres dürfte bei Bauarbeiten für einen zweiten Notausstieg ausgebrochen sein.

Ein Bericht von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Gefährliche Güter werden dort zwar schon lange nicht mehr gelagert, doch die Rauchentwicklung in den unterirdischen Gängen ist ziemlich groß. Die Baufirma verständigte sofort die Feuerwehr und versucht mit dieser den Brand zu löschen – vergebens.

Terror-Gefahr für Oberösterreich?
Auch LR Podgorschek war vor Ort. / Foto: FPÖ

Grubenwehren übten den Ernstfall

Die Lage ist bereits ziemlich unübersichtlich. Mittlerweile werden auch schon fünf Personen vermisst. Katastrophenalarm wird ausgerufen und der Krisenstab des Landes Oberösterreich tritt in Aktion, übernimmt nun die weiteren Rettungsarbeiten. Bei der Feuerwehr in Bad Ischl wird flugs das Lagezentrum eingerichtet.

Als ich dort eintreffe, geht es zu wie in einem Taubenschlag. Dichtgedrängt sitzen die diversen Sachgebietsmitarbeiter des Krisenstabes, der behördlichen Einsatzleitung, vor ihren Computern an zusammengestellten Tischen, um konzentriert und sehr fokussiert zu analysieren, organisieren und in Zusammenarbeit mit der technischen Einsatzleitung die erforderlichen Rettungsmaßnahmen zu veranlassen. In dem Raum wimmelt es vor Behördenvertretern und es herrscht ein wenig Gedränge.

„Dort werden nur noch ungefährliche Güter gelagert“

Alle sind da: Polizei, Rettung, Feuerwehr und auch das Bundesheer, vertreten durch Mitarbeiter der Heeresmunitionsanstalt Buchberg, die die Stollenanlage Perneck nutzt, verwaltet und betreut. „Dort werden nur noch ungefährliche Güter gelagert“, beruhigt Oberst Gottfried Schwarzenbacher, der bei der Pressekonferenz mit Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek und Landeskatastrophenchef Gerald Riedl über die zum Glück nicht reale Stollen-Katastrophe informieren.

Denn das eingangs geschilderte Szenario ist lediglich eine zu Übungszwecken angenommene Situation. Geübt wurde vorige Woche in Bad Ischl jedenfalls im großen Stil, weil sich nicht nur heimische Grubenwehren an diesem Training beteiligten, sondern auch welche aus Deutschland, Südtirol und Tschechien.

Autos in Wels total ausgebrannt
Wohl kaum eine andere Naturgewalt kann so vernichtend wirken wie Feuer! / Symbolbild: Pixabay

Es herrscht totale Finsternis

„Es sind insgesamt elf Grubenwehren im Einsatz, wovon sechs aus Österreich kommen“, erläutert Oberst Schwarzenbacher, alles in allem seien es die 200 übenden Personen. „Einsätze in Bergwerks- und Stollenanlagen seien kompliziert und von daher sei es enorm wichtig, darauf vorbereitet zu sein, betont Podgorschek. Seiner Kenntnis nach wurde zuletzt 2009 in großem Stil geübt, das nächste internationale Zusammenwirken werde es vermutlich 2023 geben.

Kinder stürmten die Panzer in Kematen 2
Auch an anderen Orten in OÖ probt die Feuerwehr oft für den Ernstfall. / Foto: Gemeinde Kematen

Sauerstoffgeräte notwendig

Auch an der Stollenanlage in Perneck herrscht bei meinem Lokalaugenschein Betriebsamkeit. Eben hat ein Trupp der Grubenwehr einen angenommenen Verletzten aus der Stollenanlage geholt, wo die Begehung auf Grund der großen Rauchentwicklung nur noch mit Sauerstoffgeräten möglich ist.

Im Inneren herrscht totale Finsternis, da auch die Beleuchtung ausgefallen ist und sich die diversen Rettungstrupps nur mit ihrer Helmbeleuchtung zum Unglücksort vorarbeiten müssen.

Schließlich gelang es das Feuer zu löschen. Ob alle angenommenen Vermissten auch lebendig geborgen werden konnten, ließ die Übung offen. Doch was die Rettungskräfte in solchen Fällen zu tun haben wurde jedenfalls erfolgreich trainiert und aufgefrischt.

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