Die FPÖ will die Begriffe Heimat, Brauchtum und Tradition in der oberösterreichischen Landesverfassung verankern.
Kein Widerstand erwartet
Die ÖVP habe bereits Zustimmung signalisiert, erklären Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner und FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr. Der entsprechende Antrag werde am 14. Juni 2018 in der Landtagssitzung gestellt.
Zuvor soll auch noch mit den Vertretern der anderen im Landesparlament vertretenen Parteien gesprochen werden, Widerstand werde nicht erwartet, da sich beispielsweise auch SPÖ und Grüne seit der Bundespräsidentenwahl wieder sehr heimatnah- und -verbunden gerierten, glaubt Haimbuchner.
Gegen Wertevergessenheit
Zwar bekenne sich die Politik bereits in der aktuellen Landesverfassung zu vielen Grundsätzen, heißt es, doch der Schutz der Heimat sowie der Fortbestand heimischer Traditionen und Brauchtümer scheine bislang noch nirgendwo explizit auf. Auch die Grundzüge der säkularen, aber zugleich religionsfreundlichen , offenen, christlich geprägten Gesellschaft Oberösterreichs sollen berücksichtigt werden.
Diese Festschreibung und dieses Bekenntnis, betonen Mahr und Haimbuchner, sei besonders in Zeiten hoher Zuwanderung von Bedeutung. Denn schon seit Jahren sei die Gesellschaft in einem Wandel begriffen, in dem die heimischen Werte mehr und mehr auf der Strecke blieben und was vor einigen Jahren noch als selbstverständlich galt, sei heute fast schon vergessen. Daher erachte es die FPÖ als geboten, die Kultur, die Traditionen und das Brauchtum des eigenen Landes wieder mehr in den Vordergrund zu stellen.