„Die Liebe zum Handel war stärker“

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Werner Prödl im Interview

„Die Liebe zum Handel war stärker“

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Er ist praktisch der Gegenentwurf zum Vereinsmeier: Kommt schnell zum Punkt, schätzt Schlagkraft und hat ein Herz für den Handel. Seit 14 Jahren ist Werner Prödl im Vorstand des Linzer City Ring und seit fünf Jahren Obmann. Eine Zwischenbilanz…

Ein Beitrag von Georg M. Hofbauer

Während andere etwa ab dem 60. Lebensjahr im Schrebergarten sitzen oder eine Sinnkrise kultivieren, bewegt sich Werner Prödl entlang der Linzer Landstraße.

Er kümmert sich um die kleinen oder großen Themen der Geschäftsleute oder sorgt sich darum, dass das eine oder andere City-Fest im Detail gelingt.

Das kann nur die Innenstadt

Prödl ist Jahrgang 1945, also 72 Jahre jung und hält wenig vom Ruhestand, aber viel vom effizienten Handel: „Ich habe auch einmal für die Industrie gearbeitet, aber nicht wirklich sehr lange. Die Liebe gehört eindeutig dem Handel“, stellt der frühere langjährige Centermanager des Linzer „Passage“ bei unserem Treffen in der Wirtschaftskammer fest.

Bevor wir ihn jetzt hier beinah zum Wunderwuzzi hochstilisieren, werden wir konkret, um seine Begeisterung für den Handel darzustellen.

Getreu dem City-Ring-Motto „Das kann nur die Innenstadt“ will Prödl Linz zur „Smart City“ machen. „Über eine App, die in diesen Tagen vorgestellt wird, werden wir den Kaufleuten die Möglichkeit geben, ihre Kunden direkt zu erreichen. Junge Burschen aus Hagenberg haben uns da etwas ganz Tolles präsentiert.

Größter „Offline Shop“

Es gibt weit und breit nichts Vergleichbares“, verrät er mir vorweg, um sich dann bei den weiteren Details in Schweigen zu hüllen. Schließlich muss vor der offiziellen Präsentation die Spannung erhalten bleiben.

Damit geht die Innenstadtkaufmannschaft laut Eigendefinition als „größter Offline-Shop“ doch bald irgendwie „online“. Aber das ist beinahe eine Spitzfindigkeit.

Was hat sich sonst noch so getan im Linzer City Ring, der früher einen eher verträumten Eindruck hinterließ? „Wir sind deutlich schlagkräftiger geworden in den vergangenen Jahren, ich habe die Verkleinerung des Vorstandes durchgesetzt. Und wir haben uns weg von der Vereinsmeierei hin zum Geschäftsführungsmodell bewegt,“ gibt Prödl zu verstehen.

Top-Marketing durch Verein

Jene Aufgaben, die der Verein inzwischen stemmt, könnten andere Städte, die sich eine teure Marketinggesellschaft leisten, nachdenklich stimmen. Prödl: „Wir machen mit unseren Gutscheinen sechs Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Und wir agieren als Verein sehr kostengünstig und sind erfolgreich.“

Um die Dimensionen zurecht zu rücken: Durch die Sparmaßnahmen der Stadt Linz hat der City Ring heute ein kleineres Budget, als vor rund 15 Jahren. Aufgabenstellungen, die Prödl keineswegs verzagt machen, sondern erst recht anspornen. Die Frage nach der Intensität und dem „Wie lange noch?“ drängt sich auf. Werner Prödl dazu: „Ich bin noch bis zum Frühjahr 2019 aktiv, dann übernimmt mein Nachfolger.“

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