Die Traun, Oberösterreichs Lebensader

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Die Traun, Oberösterreichs Lebensader

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Kein Fluss ist oberösterreichischer als die Traun, auch wenn sie ihren Ursprung in der Steiermark hat. Sie entspringt im Toten Gebirge hinter dem Kammersee und durchfließt danach einige der schönsten Gewässer des Salzkammerguts, ehe sie sich bei Ebelsberg in der Donau verliert.

Die meisten ihrer rund 155 Kilometer legt die Traun  in Oberösterreich zurück, das sie beinahe mittig von südwestlicher nach nordöstlicher Richtung durchfließt.

Wo Wasser ist, ist Leben

Dabei passiert sie Dörfer und Städte, die ihre Existenz irgendwie der Traun verdanken. Wo Wasser ist, ist Leben und Leben hat es an den Ufern der Traun wohl schon in vorkeltischer Zeit gegeben. Von den Kelten jedoch hat der Fluss seinen überlieferten Namen. Er entstand aus dem Wort druna (die Laufende), das die Römer übernahmen, nachdem sie 16 n. Christus friedlich ins damalige Königreich Noricum einmarschiert waren.

Die heutige Stadt Traun trägt sogar den Namen des Flusses, der die Menschen in den Dörfern und Orten, die ihn säumen, in vielerlei Hinsicht – nicht nur durch Fischfang – ernährte. Schon zu Zeiten der Römer wurde die Traun mit flachen Kähnen befahren. Allerdings konnten sie diese erst vom Traunfall weg nutzen. Auf Grund des 12 Meter hohen Gefälles war der Traunfall lange Zeit ein natürliches Hindernis im Schiffsverkehr. Da man jedoch nach dem Salz und Holz im Salzkammergut schielte, wurde der Traunfall schon im Jahr 1311 erstmals schiffbar gemacht. Wie diese Konstruktion aussah, ist heute nicht mehr bekannt.

Riskante Durchfahrt

Zu einem wirklich „fahrbaren Fall“ wurde er erst im 16. Jahrhundert durch Wasserbaumeister Thomas Seeauer aus Bad Goisern. Die Durchfahrt durch die von ihm geschaffene Floßgasse dauerte 54 Sekunden, war aber auch noch riskant. Ein Modell der Gesamtanlage kann man im Schiffleutmuseum in Stadl-Paura besichtigen. In natura ist davon nichts mehr erhalten geblieben, außer der künstlichen Felswand und einigen metallenen Streben.

Vom Salzhandel geprägt

Der Salzhandel und die Traun hatten einst auch Stadl-Paura zu großem Wohlstand verholfen. Denn von den 1.200 Einwohnern, die der Ort in seiner geschäftlichen Blütezeit um 1780 herum zählte, waren 1.050 für die Salzschifffahrt tätig. An starken Tagen wurden an der Schiffslände in Stadl-Paura, an der einmal 14 Salzstadl standen, bis zu 214 ankernde Salztransporter gezählt. Für den Kaiser war das ein gutes Geschäft, von 2,5 Millionen Gulden per anno ist die Rede. Das Wappen von Stadl Paura, mit Ruder, Schifferhaken und Doppelwellenleiste, die die beiden Flüsse Ager und Traun symbolisieren, erinnern an die große Vergangenheit des Ortes.

Es darf wieder gebadet werden

Früher war der Unterlauf der Traun durch die Abwässer der Industrie (Papierfabriken in Laakirchen) und durch den Zufluss der stark belasteten Ager (Zellstofffabrik Chemiefaser Lenzing) ziemlich verunreinigt. Ihr Wasser hatte nur noch Güteklasse IV. Heute jedoch hat die Traun im  gesamten Verlauf wieder Güteklasse I oder II, so dass man darin wieder ungefährdet baden kann, was auch viele gerne tun…

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