Dieses Gemüse und Obst aus OÖ ist besonders gut

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Dieses Gemüse und Obst aus OÖ ist besonders gut

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Es läuft: Bereits vor mehreren Wochen startete Erdbeerbauer Willi Hoffelner in der Kremsmünsterer Au mit den ersten Früchten aus dem „verfrühten Anbau“ in die heurige Naschsaison, die bis Oktober hinein läuft. „Die ersten Erdbeeren sind besonders beliebt“, sagt er, zumal der Konsument  zunehmend auf frische Ernte und kurze Transportwege setze.

„Auch ich esse sie sehr gern“, erklärte Agrarlandesrat Max Hiegelsberger gegenüber dem „Wochenblick“ wie er überhaupt nicht nur auf Obst, sondern auch auf Gemüse aus Oberösterreich schwört.

Hoch im Kurs

Mit dieser Ansicht ist er nicht allein, weil Obst und Gemüse aus dem Machland und dem Eferdinger Becken bei den meisten Oberösterreichern hoch im Kurs stehen.

In der Ernährung der Bewohner unseres Landes spielen Obst und Gemüse jedenfalls eine entscheidende Rolle und gerade in diesen Tagen pilgern die Menschen aus allen Teilen unseres Landes beispielsweise zu den Puppinger Spargelbauern, um sich dort mit den weißen und grünen „Stangln“ zu versorgen. Um den Solospargel eines Anbieters aus Taubenbrunn herrscht ein besonders großes Griss.

Nicht weniger groß ist die Nachfrage nach frischen Erdbeeren, weiß Willi Hoffelner, weil sie ein „ernährungstechnischer Frühjahrskick“ und eine der süßesten Versuchungen dieses Sommers sind, weil sie einen Genuss ohne Gewichtszunahme erlauben.

Nur 37 Kalorien

Denn 100 Gramm Erdbeeren haben nur 37 Kalorien und gesund sind sie auch. Sie haben einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, Vitaminen, Fruchtsäuren, Fruchtzucker und Mineralien. So gesehen werden im Erdbeerland der Hoffelners nicht nur Erdbeeren, sondern sogar Arzneimittel angebaut, scherzen Besucher, während sie beeindruckt über einen Teil der drei Hektar großen Anbaufläche mit den Folientunneln schauen.

Darunter sind die Erdbeeren den Witterungseinflüssen weniger ausgesetzt, erläutert der 27-jährige Jungbauer Andreas Hoffelner, weshalb die Pflanzen gleichmäßiger wachsen können und viel robuster werden.

„Der herrliche Geschmack, das sortentypische Aroma und die natürlich leuchtenden Farben sind eindeutige Qualitätsmerkmale“ lobt Agrarlandesrat Max Hiegelsberger die frische Ernte aus der Kremsmünsterer Au und betont, dass diese Eigenschaften auch Qualitätsmerkmale für Gemüseprodukte sind.

Viele Sorten

„Gemüse wird in Oberösterreich heute von etwa 170 Betrieben  auf einer Gesamtfläche von 1.675 Hektar angebaut und zwar auf einem sehr hohen Niveau“, erläutert Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker.

Die Stärke des heimischen Gemüseanbaus ortet er nicht nur in der regionalen Vermarktung und saisonalen Verarbeitung, sondern auch in der großen Angebotsvielfalt, weil die Palette der in Oberösterreich angebotenen Gemüsearten permanent wächst. So offerieren heimische Gemüsebauern auch Jung-Knoblauch (grün und im Ganzen), Jungen Bundzwiebel, Mangold, Fisolen (Buschbohnen), Stangensellerie, Rote Mini-Rüben, Wassermelonen, Kren, Pak Choi, roten Chinakohl, Süßkartoffeln und Shiitake-Pilze.

Frucht mit Geschichte

Gemüse wird in Oberösterreich schon sehr lange angebaut. Doch die erste urkundliche Erwähnung für unser Bundesland datiere aus dem 18. Jahrhundert, erläutert Ewald Mayr, der Obmann des Verbandes der Obst- und Gemüseproduzenten, der heuer sein 40-jähriges Jubiläum begeht. Begonnen hat alles 1977 mit 1.200 Gemüsebauern, die auf einer Fläche von 860 Hektar Gemüse produzierten, zuerst nur wenige Sorten, dann immer mehr. „Heute erzeugen Oberösterreichs Gemüsebauern eine Vielfalt von fast 100 verschiedenen Gemüsearten auf internationalem Niveau und mit herausragend, kontrollierter Qualität“, betont Mayr.

Trendfarbe Lila

Beim Gemüseanbau seien auch noch signifikante Steigerungen möglich, glaubt Hiegelsberger, was vor allem durch den zunehmenden Vegetarismus und Veganismus verursacht werde. Aber auch die Gemüse-Restlverwertung  gewönne zunehmend an Bedeutung, denn eine Pflanze würde heute vom Blatt bis zu den Wurzeln gegessen und auch bei Obst und Gemüsen würde von der Schale bis zum Kern so viel wie möglich verwertet.

„Neben der vielfältigen Nutzung steht heuer auch die bunte Gemüsevielfalt im Focus“, betont der Agrarlandesrat: Vor allem die Trendfarbe Lila werde sich auf den Tellern durchsetzen, violette Gemüsesorten vom Erdäpfel bis zum Krautkopf seien gefragt.

Beim Obst dominiert zur Zeit das Rot der Erdbeeren die heimischen Dessertteller, auf denen natürlich nicht nur die Früchte aus dem Erdbeerland Hoffelner liegen. Denn außer den Hoffelners pflanzen noch 100 weitere oberösterreichische Bauern auf einer Gesamtfläche von 400 Hektar unterschiedlichste Sorten von Erdbeeren an, und zwar auch in Gegenden, in denen man es niemals vermuten würde – wie in den höheren Lagen des Mühlviertels.

Erdbeerstar Elsanta

„Wir haben derzeit 15 Erdbeersorten angepflanzt“, erläutern die Hoffelners, deren Hauptsorte die Elsanta ist. Aktuell werden die Frühsorten Clery und Darselect geerntet.

Bei den Erdbeerpflanzen, die die Familie ebenfalls verkauft, können Erdbeerzüchter – die mittlerweile aus der ganzen Welt in die Kremsmünsterer Au kommen – aus insgesamt 50 verschiedenen Sorten wählen. Als nächstes werden jedoch Scharen von Selberpflückern im Erdbeerland erwartet…

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