Ein Opfer spricht: “So wurde ich in Linz überfallen”

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Linzer Hauptbahnhof bleibt weiterhin ein Kriminalitäts-Brennpunkt

Ein Opfer spricht: “So wurde ich in Linz überfallen”

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Die 28-jährige Sabine M. aus Niederösterreich (Name von der Redaktion geändert) wurde bereits im Mai am Linzer Hauptbahnhof überfallen. Jetzt wandte sie sich an den „Wochenblick“, spricht erstmals über die Ereignisse.

Die Pendlerin wurde Opfer von zwei Männern, wollte die Ereignisse einfach vergessen. Aber die vielen Vorkommnisse in den letzten Wochen haben sie dazu bewegt, uns zu kontaktieren. Besonders perfide: Die herbeigerufene Security spielte den Fall herunter und riet der Geschädigen sogar von einer Anzeige ab!

Männer verfolgten mich bis zum Bahnsteig

Wochenblick: Frau M., was spielte sich genau an diesem Freitagabend im Mai 2017 ab?

Sabine M.: Ich arbeite in Linz, komme aber aus einem kleinen Ort in Niederösterreich und fahre am Wochenende immer mit dem Zug heim. Arbeitsbedingt erst immer gegen 20:00 Uhr. Ich hatte wie immer meine Reisetasche mit und wollte beim Bankomat im Durchgang zu den Bahnsteigen noch Geld abheben. Als ich gerade den Code eingab, bemerkte ich hinter mir zwei junge Männer, ich schätze so 18 oder 19 Jahre alt. Ich glaube, es waren Afghanen.

Warum glauben Sie das?

Aufgrund des Aussehens und ihrer Sprache, sie lachten und redeten relativ laut und standen etwa drei Meter hinter mir. Ich glaube, sie waren auch leicht betrunken.

Und dann?

Nachdem ich das Geld abgehoben und eingesteckt hatte, ging ich weiter zum Bahnsteig. Sie sind knapp hinter mir nachgegangen. Ich habe mir bis dahin nicht allzu viel gedacht. Vielleicht waren es ja auch ganz normale Fahrgäste. Am Bahnsteig habe ich mich auf eine Bank gesetzt, weil der Zug noch nicht da war. Meine Tasche stellte ich direkt neben mir auf den Boden. Einer dieser Typen setzte sich sofort neben mich und fragte in gebrochenem Deutsch „Hallo, wo du hinfahren?“ und „Hast du Freund?“ Ich habe sofort gesagt, er soll mich in Ruhe lassen und weggehen. In dem Moment umarmte er mich und wollte mich küssen. Der andere griff nach meiner Tasche. Ich bin sofort aufgesprungen, habe geschrien und um mich geschlagen.

Keiner wollte mir helfen!

Waren Sie ganz alleine am Bahnsteig?

Nein. Nur ein paar Meter neben mir sind drei Frauen und zwei Männer gesessen. Ich habe geschrien „Schauts ned zu, bitte helft mir!“, aber keiner hat sich gerührt, ich war schockiert! Nachdem ich die zwei Typen angeschrien und sie weggestoßen habe, sind sie ein paar Meter weggegangen und haben gewartet was passiert. „Ich habe meine Tasche zu den Wartenden gestellt und gesagt ‚Passts auf die Tasche auf, ich hole die Polizei‘. Dann bin ich in die andere Richtung gelaufen und rüber in die Wartehalle. Dort hab ich zwei Bahnhof-Securitys gesehen und ihnen alles erzählt.

Haben wenigstens die Ihnen geholfen?

Ja, sie sind mit mir hinüber auf den Bahnsteig gerannt, aber die zwei Typen waren natürlich schon weg. Ich habe die Wartenden noch mal gefragt, warum sie mir nicht geholfen haben. Einer der Männer sagte „Ich misch mich bei sowas sicher ned ein.“

Was hat die ÖBB-Security gemacht?

Erst haben sie am Bahnhof nach den zwei Typen gesucht, aber nichts gefunden. Dann haben sie mir gesagt ich soll mich beruhigen und nicht so ein Theater machen, weil die Tasche ja eh noch da ist. Am ärgsten war aber, dass sie mir quasi die Schuld an dem Ganzen gaben.

Ein versuchter Überfall ist heut zu Tage eh nix mehr!

Warum sollten Sie schuld sein?

Einer sagte, Frauen haben bei solchen Sachen oft eine ganz andere Wahrnehmung und, dass es momentan am Bahnhof halt ein bisschen schwierig ist. Ich wurde hingestellt als hätte ich mir das alles eingebildet…

Haben Sie eine Anzeige gemacht?

Das wollte ich, aber einer der Securitys sagte, ich soll das vergessen, weil das eh nix bringt und ja nix passiert ist. Also wenn ein versuchter Überfall „eh nix“ ist, weiß ich auch nicht.

Wie sind Sie dann heimgekommen?

Mit dem Zug. Ich war fertig und habe geheult.

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