Experte warnt: Oberösterreich leidet unter den US-Strafzöllen

Auswirkungen für Konsumenten?

Experte warnt: Oberösterreich leidet unter den US-Strafzöllen

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Der oberösterreichische Kapitalmarkt-Experte und Fachgruppenobmann der Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer OÖ Dr. Herbert Samhaber kritisiert die Strafzoll-Politik des US-Präsidenten Donald Trump deutlich. Er befürchtet negative Auswirkungen für Oberösterreich.

Christian Seibert im Gespräch mit Dr. Herbert Samhaber

“Druck erzeugt Gegendruck”

Seibert: Wie beurteilen Sie die sogenannten „Strafzölle“ der USA gegen die EU, China und weitere Staaten?

Samhaber: Strafzölle halte ich generell für eine Maßnahme aus der Kategorie „Brechstange“, die man sich gründlich überlegen sollte. Sie sehen nach einer einfachen Lösung für komplexe Probleme aus, nämlich eine negative Handelsbilanz auszugleichen und Jobs im Inland zu schaffen.

Druck erzeugt Gegendruck und schließlich werden die Konsumenten in den USA den Preis zahlen, indem sie für Waren und Dienstleistungen künftig tiefer in die Tasche greifen müssen. Ein Handelskrieg wird schlussendlich auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen. Ich lehne Strafzölle ab. Sinnvoller wären Verhandlungen und Handelsabkommen, um unfaire Ungleichgewichte zu vermeiden.

herbert samhaber
Samhaber gilt aus renommierter Wirtschafts-Experte in Oberösterreich.

Trump will “America first!”

Wie sehen Sie Trumps protektionistische Handelspolitik generell?

Trump nutzt seine Handelspolitik, um „America first!“ zu demonstrieren. Strafzölle sind in dem Kontext, wie Trump sie einsetzt, eine populistische Maßnahme, um die Wähler für sich zu gewinnen. In unserer eng verknüpften Welt sind protektionistische Maßnahmen ein Schuss ins Knie, weil viele Unternehmen und Staaten voneinander abhängig sind in Bereichen wie Rohstoffen, Waren, Dienstleistungen, Know-How und vor allem auch als Absatzmärkte. Der zielführende Weg wäre die Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit durch Maßnahmen z. B. in den Bereichen Forschung und Infrastruktur.

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