Betriebe suchen günstigen Grund am Attersee

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Betriebe suchen günstigen Grund am Attersee

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Der Attersee als Potenzialgebiet: Wir haben mit einem hiesigen Immobilienhändler über die Situation gesprochen.

Im Mondseeraum hat man schon beizeiten erkannt, dass man vom Tourismus allein nicht gut leben kann. Als Glück erwies sich für dieses Gebiet auch die Nähe zu Salzburg, der es zu verdanken ist, dass sich dort in den letzten 15 Jahren viele Betriebe angesiedelt haben. Dadurch ist auch die Einwohnerzahl um 13,5 Prozent gestiegen. Die Zahl der überwiegend jungen Erwerbstätigen ist in diesem Zeitraum ebenfalls um 20 Prozent gewachsen und die Einnahmen der Kommunalsteuer sollen im Mondseeland jetzt sogar über dem oberösterreichischen Durchschnitt liegen.

Günstige Grundstücke für Betriebe am Attersee 1
Foto: Immobilienhändler Gottfried Steinkogler

Der Attersee mit seinen noch schläfrigen Umlandgemeinden könnte eine ähnliche Karriere machen, glauben die Experten, die dort die besten Voraussetzungen für eine weitere Standortentwicklung orten. Zwar heißt es immer, dass dort wo Wasser ist auch Leben sei, was aber nicht unbedingt für den schönen Attersee gilt. Dafür gibt es natürlich einen Grund, den Gottfried Steinkogler (Bild rechts) nur zu gut kennt, weshalb er auch grantelt: „Die Randgemeinden am Attersee haben es in den letzten Jahren verabsäumt, Flächen für Gewerbetreibende auszuweisen.“ Daher werden dort nach jeder Urlaubssaison auch die sprichwörtlichen Gehsteige hochgeklappt.

„Am Traunsee ist das glücklicherweise nicht der Fall“, sagt Steinkogler, „doch wenn im vorigen Jahrhundert nicht ein vorausschauender Bürgermeister die Esplanade in Gmunden geschaffen hätte, sehe es heute düster in der Bezirkshauptstadt aus.“ Nachfrage nach Häusern und Wohnungen sind in Gmunden groß, weshalb auch die Preise für Immobilien und Grundstücke in den letzten Jahren enorm gestiegen sind.

Am Attersee rund um die Orte Attersee, St. Georgen, Nussdorf, Seewalchen oder auch Schörfling, hätte man noch genügend verfügbare Bauflächen, doch auf Grund der hohen Quadratmeterpreise, die zwischen 150 und 300 Euro liegen (und meist noch sehr viel höher), kommen diese Grundstücke, für die oft Liebhaberpreise bezahlt werden, für Firmen nicht in Frage. „Wie gesagt“, betont Steinkogler, „Platz gäbe es noch genug, leider keinen halbwegs bezahlbaren.“ Ein akzeptabler Preis für Gewerbeansiedlungen wären 80 bis 90 Euro pro Quadratmeter. „Ich verstehe nicht, dass in diesen Orten nicht schon längst erschwingliche Gewerbeflächen bereitgestellt wurden“, ärgert sich der Immobilienspezialist. „Die Bürgermeister müssten doch ein Interesse daran haben, mehr Steuereinnahmen lukrieren zu können.

 

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