Kaum Geld für Pflege zuhause – Pflegebedürftige zur Pflegereform: „Ein Hohn!“

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Kein großer Wurf der Regierung

Kaum Geld für Pflege zuhause – Pflegebedürftige zur Pflegereform: „Ein Hohn!“

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Weil sie ihren schwerstbehinderten Sohn Sven nicht in ein Heim abschieben möchte, wird die Mutter Michaela Schäffer aus Linz von Ämtern und Behörden gepiesackt, indem diese ihr die dringend benötigten Pflegekräfte nur nach Gutdünken zugestehen.

Frau Schäffer selbst ist nicht in der Lage, Hilfskräfte aus eigener Tasche zu bezahlen. Dass sich dies mit der neuen Pflegereform ändern könnte, ist nicht in Sicht. Zwar sollen die pflegenden Angehörigen von Schwerstbehinderten (ab Pflegestufe 4) künftig einen höheren Bonus von 1500 Euro jährlich erhalten. “Das ist der blanke Hohn”, ärgert sich Schäffer, die sich schon ihren Stundenlohn aus diesem Betrag errechnet hat und der beträgt 17 Cent.

Tropfen auf den heißen Stein

Das monatliche Pflegegeld von 1716,50 Euro plus der monatlichen Familienbeihilfe von 379,40 Euro, die sie und Sven erhalten, geht für Pflegemittel, Therapien, Medikamente etc. drauf. Nach der neuen Reform soll es monatlich 60 Euro mehr geben. “Die machen das Kraut auch nicht fett”, sagt Schäffer: “Mir wäre nur dann wirklich geholfen, wenn ich für Sven, der Rund-um-die-Uhr betreut werden muss, eine Pflegekraft bezahlt bekäme.

Pflegekraft statt mehr Geld

Pflegefachkräfte wie Michaela Biegler erklärten kürzlich dazu im Radio, dass Patienten der Pflegestufen 4 bis 7 ein höheres Maß an Betreuung benötigten als andere, womit auch höhere Aufwendungen verbunden sind. Angehörige sollten sich auch nicht scheuen, externe Pflegekräfte zu akzeptieren. Michaela Schäffer, die Entlastung bräuchte, scheut sich nicht, bekommt aber niemanden und auch der “Reformer” und Gesundheitsminister Rauch hat dazu offenbar keine Idee.

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