Wels: Kein Mahnmal als Erinnerung an die schrecklichen Zeiten

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Wels: Kein Mahnmal als Erinnerung an die schrecklichen Zeiten

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Den einen ist es egal, wenn das alte Graffel abgerissen wird, die anderen wollen es unbedingt erhalten. Die Rede ist von der letzten Lagerbaracke, die die Welser schon jetzt in zwei Meinungslager spaltet.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Die Heimstätte hat natürlich ihre guten Gründe, um das alte Objekt in Lichtenegg abzureißen, doch ebenso gute Gründe gibt es für die Erhaltung der Baracke, die eine der letzten Zeugen eines einstmals pulsierenden Welser Lagerlebens ist.

Denn außer dem 1001er-Lager haben bis Mitte der 1970er-Jahre noch viele andere solcher Nachkriegs-Flüchtlingsquartiere in Wels existiert.

Dass sich niemand schon früher für den Erhalt eines derartigen Quartiers eingesetzt hat, wie Heimstätte-Vorstand Jörg Teufelberger moniert, kann aber kein Argument dafür sein, nun auch noch das letzte Relikt aus dem Stadtbild zu radieren.

Im Abreißen seien die Welser schon immer schnell gewesen, erinnert die frühere Lagerbewohnerin Traudi Herwald und verweist auf den historischen Semmelturm am Kaiser-Josef-Platz, den man aus Modernisierungsgründen geopfert hat.

Seine Sanierung wäre teurer gekommen als es die Baracke wert sein würde. Was man mit dem Objekt machen könnte? Alles, nur kein weiteres Mahnmal gegen den Krieg, weil schon ein jedes Kriegerdenkmal ein solches ist.

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