Kriminalmuseum in Scharnstein: Nervenkitzel garantiert

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Kriminalmuseum in Scharnstein: Nervenkitzel garantiert

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Abgründe tun sich auf, sobald man hinter diese Schlossmauern tritt: Im beschaulichen Scharnstein (Bezirk Gmunden) betritt man eine andere Welt. Die Welt der kleinen und der großen Kriminalfälle.

Ein Bericht von Georg M. Hofbauer

Eine Begehung des Kriminalmuseums mit dem Schlossherrn Harald Seyrl. 40 Jahre ist es her, dass die Lucona im Indischen Ozean versank. Mit ihr verschwanden Besatzungsmitglieder und eine angebliche Uranerzaufbereitungsanlage in den ewigen Tiefen.

Krimirätsel von den Fällen Lucona bis Unterweger

Ein Fall, der Österreich bis in die politischen Spitzen durchrüttelte. Heute sitzt Historiker Harald Seyrl auf dem Modell des Schiffes, mit dessen Hilfe nachgewiesen werden konnte, dass die Sprengung und Flutung des Frachters zum Untergang geführt hatte. „Es ist das teuerste Ausstellungsstück, das wir hier in unserer Sammlung zeigen“, sagt Seyrl.

Frauenmörder und Post

Aber es kommt noch heftiger: In einer Glasvitrine finden sich die Indizien, die zur Verurteilung von „Häfenpoet“ Jack Unterweger geführt haben. Wäschestücke, mit denen seine Opfer erdrosselt wurden.

Und, so ergänzt Seyrl: „Es findet sich dabei auch jener spezieller Knoten, mit dem er 1994 im Gefängnis seinem eigenen Leben ein Ende gesetzt hatte. Das ist quasi ein spätes Schuldeingeständnis.“ Unterweger waren eine ganze Reihe an Prostituierten-Morden zur Last gelegt worden.

Armenierterror

Auch der Terrror als Form der Kriminalität findet sich im Schloss: Der nach einem Sprengstoffanschlag ausgebrannte Honda erzählt die Geschichte einer mutmaßlich armenischen Terrorgruppe und ihrer Attacke auf ein Fahrzeug der Türkischen Botschaft in Wien. „Ein Botschaftsangestellter kam dabei ums Leben. Die Witwe des Mannes stellte uns das Wrack im Jahr 1986 zur Verfügung“, schildert Seyrl.

Ehemaliges Gericht

20 Räume voller „dichter krimineller Energie“, jedes Detail erzählt Schauriges aus vielen Jahrhunderten. Warum Scharnstein? Das erklärt Seyrl, der das Schloss vor genau 50 Jahren erstanden hatte: „Es war Sitz des Landgerichtes und ich wollte die Räume erhalten sowie sinnvoll nützen.

Es begann mit kleinen Schritten und Leihgaben vom Landesmuseum. Heute führen wir auch ein großes Archiv.“
Und es wurde seit der Gründung im Jahr 1973 eine Pilgerstätte für rund 10.000 Besucher pro Jahr, meist kommen Gruppen. „Es ist nichts für schwache Gemüter“, wie ein Gast beschreibt.

Dem pflichtet der Historiker Seyrl bei: „Es ist aufklärend und abschreckend zugleich.“ Bis Ende August ist das Kriminalmuseum Schloss Scharnstein täglich zwischen 10:00 und 17:00 Uhr geöffnet, außer Montag. Ab September kann es Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 17:00 Uhr besucht werden. Telefon: 0664/300 56 77.

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