Lebensgefahr: Vorsicht bei „hilfsbedürftigen“ Vogelkindern

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Lebensgefahr: Vorsicht bei „hilfsbedürftigen“ Vogelkindern

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Manchmal ist gut gemeint das Gegenteil von gut. So auch bei scheinbar hilfsbedürftigen Vogelkindern, die aus Hilfsbereitschaft eingesammelt werden. Doch damit bringt man die Jungtiere oft erst in Lebensgefahr.

Ästlinge in Ruhe lassen

Tiere, die bereits befiedert sind, nennt man Ästlinge. So durchleben zum Beispiel Amseln und andere Singvogelarten diese Ästlingsphase. Dabei erforschen die Jungtiere ihre Umgebung, trainieren ihre Flugfähigkeit und die eigenständige Nahrungssuche.

Je nach Art kann diese sensible Phase, in der sie noch von den Altvögeln beschützt und mit Nahrung versorgt werden, einige Tage bis Wochen dauern. Da sie noch nicht voll flugfähig sind, kann es dabei auch passieren, dass sie aus ihren Nestern fallen oder im Geäst umherhüpfen.

Gefährlichste Lebensphase

Da ihre Eltern sich oft alleine auf Nahrungssuche machen, sind die Tiere immer wieder für kurze Zeiträume auf sich alleine gestellt. Um Kontakt mit den Elterntieren zu halten, machen sie sich mit lauten Rufen bemerkbar, die für Laien oft wie Hilfeschreie klingen. Dadurch werden jedoch auch hungrige Fressfeinde angelockt, die zumeist allerdings durch dichte Hecken und Sträucher vor Attacken abgehalten werden.

So handelt ihr richtig:

Wenn ihr vermeintlich verwaiste Vögel entdeckt, solltet ihr sie nicht sofort mitnehmen. Eine Handaufzucht ist sehr schwierig, zeitintensiv und endet leider oft mit dem Tod des Tieres. Ein Eingreifen wird nur dann nötig, wenn die Tiere unmittelbaren Gefahrenquellen (z.B. nahe Straße) ausgesetzt sind, erläutert Mag. Heidi Kurz vom Naturschutzbund Oberösterreich.

Anstatt die Tiere einzusammeln, sollte man sie in den nächsten niedrigen Baum oder in ein naheliegendes Gebüsch setzen. Dort finden die Altvögel ihren Nachwuchs wieder. Keine Angst: Im Gegensatz zu Säugetieren nehmen Vögel ihre Jungen auch weiterhin an, wenn sie bereits von Menschen berührt wurden.

Weitere Infos:

Greifvögel und Eulen, die der Pflege bedürfen, können in Linz/Ebelsberg auf der Greifvogel- und Eulenschutzstation OAW des Naturschutzbundes Oberösterreich abgegeben werden. Weitere Informationen zu Jungvögeln findet ihr hier.

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