Linz: Öffi-Videoüberwachung ab 2017

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Linz: Öffi-Videoüberwachung ab 2017

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Öffentliche Verkehrsmittel sind auch in Linz inzwischen ein sicherheitspolitischer Brennpunkt: Von 700 im Vorjahr auf rund 1.100 Anzeigen heuer stiegen die angezeigten Vorfälle in Bussen und Straßenbahnen – das entspricht einem Anstieg von 60 Prozent!

Jetzt setzen FPÖ, SPÖ und ÖVP die lange geforderte Videoüberwachung auch bei uns durch. Eines der Vorbilder war dabei die Stadt Graz, wo die Öffis bereits seit 2013 videoüberwacht werden. Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte die Linzer FPÖ das Projekt, der blaue Grazer Sicherheitsstadtrat Mario Eustacchio berichtete dabei als Gast aus der Praxis.

70 Prozent der Linzer finden Videoüberwachung wichtig

„Eine breite Mehrheit der Linzer Bevölkerung ist für die Videoüberwachung in den Öffis“, präsentiert der Linzer Vizebürgermeister und Sicherheitsreferent Detlef Wimmer eine IMAS -Umfrage. Dieser zufolge halten satte 70 Prozent diese Frage für „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Nur 28 Prozent sehen die Einführung der Videoüberwachung in Bus und Bim als „eher nicht wichtig“ oder „gar nicht wichtig“ an. Auch Landesrat Elmar Podgorschek begrüßt die Maßnahme: „Wir als Politiker haben dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung Rechnung zu tragen.“

Einer von vielen befürchteten Totalüberwachung des öffentlichen Raums erteilt Podgorschek eine klare Abfuhr: „China oder London, wo fast jede Gasse in der Innenstadt videoüberwacht ist, können kein Vorbild sein. Aber an neuralgischen Punkten ist diese Maßnahme leider auch bei uns notwendig und sinnvoll.“

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Vergewaltiger durch Videos gefasst

Nur Positives direkt aus der Praxis weiß der zuständige Grazer Stadtrat Mario Eustacchio zu berichten. In der steirischen Landeshauptstadt werden die Öffis seit 2013 videoüberwacht. In insgesamt 102 Bussen und 45 Straßenbahnen sind Kameras im Einsatz: „Seit 2013 gab es 420 Polizeianfragen und 278 Auswertungen. Unter anderem konnten so einige Vergewaltiger gefasst und mehrere Raubdelikte, Körperverletzungen, Diebstähle und Sachbeschädigungen aufgeklärt werden.“

Eustacchio betonte zudem, dass die Videoüberwachung nicht nur den Fahrgästen zugute kommt, sondern „vor allem auch dem Schutz des Personals dient, das sehr oft nicht nur verbal attackiert wird.“ In Linz sind die ersten Straßenbahnen ab Jänner 2017 „scharf“, die Videoaufzeichnungen werden bis zu 72 Stunden gespeichert und dann gelöscht.

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Am Donnerstag, den 22. September, finden die Sicherheitsgespräche des „Wochenblick“ in Wels statt. Es gibt eine Podiumsdiskussion mit hochrangigen Sicherheitsexperten aus Polizei- und Militärkreisen! Das Thema: „Terrorgefahr: Sind wir die Nächsten?“.

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