Machland ist nun gegen Hochwasser gerüstet

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Machland ist nun gegen Hochwasser gerüstet

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Für das nächste Hochwasser sind die Einsatzkräfte entlang des Machlanddammes bestens vorbereitet, konstatierte der Perger Bezirkshauptmann Werner Kreisl anlässlich einer aktuellen Alarmübung in Grein, bei der – so das Resümee von Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek – das Zusammenspiel zwischen Einsatzkräften und Behörden perfekt funktionierte.

Schlimme Bilder noch in Erinnerung

Die Bilder vom Hochwasser 2013 in Grein sind noch allen in Erinnerung, sagt Machlanddamm-Geschäftsführer Anton Wahlmüller, der sich – wenn er die Wahl hätte – nur alle zehn Jahre eine derartige Sintflut wünschte.

Besser wäre es natürlich, man würde im Machland mit gar keinem Hochwasser mehr konfrontiert werden, aber es wäre unverantwortlich, die Augen vor einer künftigen Überflutung einfach zu verschließen.

Die Sintflut kann kommen!

Denn sowohl Wahlmüller als auch seinem technischen Geschäftsführer Thomas Huber ist klar, dass es irgendwann sicher wieder einmal eine kleine Sintflut geben wird – sie kann kommen!
Die heutige Alarmübung habe uns gezeigt, was wo gut funktioniere und wo wir noch Schrauben nachjustieren müssen, betont Wahlmüller nach dem Alarmübungseinsatz in der Machlanddamm-Region, die sich über sieben Gemeinden erstreckt.

In diesem Abschnitt zwischen Mauthausen und Grein trainierten die Einsatzkräfte am Sonntag die Katastrophenvermeidung, wozu auch der Aufbau der mobilen Hochwasserschutzwände gehörte. Insgesamt wurden 3.120 Dammbalken und 525 Steher verbaut.

Über 100 Fahrzeuge im Einsatz

„Bei einem sehr rasch herannahenden Hochwasser dauert ein Vollaufbau wenigstens 12 Stunden“, erläutert Huber, wofür man jede Menge Kraft brauche. Deshalb waren bei der Alarmübung auch an die 500 Feuerwehrleute einschließlich der zivilen Vertragspartner der Machland-Damm-Betriebs GmbH im Einsatz, zudem 109 Fahrzeuge, sieben Spezialfahrzeuge und 14 Anhänger.

Huber und seine Mitstreiter sind auch stolz darauf, dass ihnen vom Hersteller der mobilen Schutz­anlagen erst kürzlich wieder eine „einzigartige Abwicklung“ attestiert wurde, was Organisation und Logistik anbelangt. Durch die im Laufe der Jahre getroffenen Schutzmaßnahmen habe sich die Situation in seiner Gemeinde jedenfalls dramatisch verbessert, freut sich Bürgermeister Rainer Barth, denn 90 Prozent der 2002 vom Hochwasser betroffen gewesenen Objekte seien nun erfolgreich geschützt.

Gefahrenzone kaum im Bewusstsein

Dennoch sollten sich mehr Bewohner in unserer Region über das Verhalten bei einer Hochwasserwarnung informieren, rät der Perger Bezirkshauptmann Kreisl, weil nur 40 Prozent der Bevölkerung wüssten, so das Ergebnis einer Umfrage, dass sie in einer Gefahrenzone lebten.

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