Sturmgewehre schützen jetzt unsere Weihnachtsmärkte

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Schwer bewaffnet patrouillieren Einsatzkräfte nun an den Christkindlmärkten in Oberösterreich. Nach dem Terroranschlag in Berlin herrscht erhöhte Alarmbereitschaft. Bis 2. Jänner werden in Linz, Wels und Steyr, sowie an Bahnhöfen und großen, öffentlichen Plätzen vermehrt Polizisten im Einsatz sein.

Ob es tatsächlich zu einem Besucherrückgang auf den heimischen Weihnachtsmärkten gekommen ist, lässt sich statistisch noch nicht feststellen. Viele Beobachter kritisieren aber, dass durch den importierten Terror nun solche drastischen Maßnahmen notwendig wären. Auf vielen Weihnachtsmärkten wurden Fahrzeug-Sperren aus Beton aufgestellt. In Wien-Schönbrunn wurde beim Hauptzufahrtsweg eine Säule montiert, die verhindern soll, „dass man mit hoher Geschwindigkeit direkt auf das Marktareal zurasen kann“.

Merkel & Co rufen zu Besonnenheit auf

Sturmgewehre schützen jetzt unsere WeihnachtsmärkteDer Berlin-Attentäter reiste vermutlich über Oberösterreich nach Berlin. Die Sicherheitsmaßnahmen in Oberösterreich zeigen auch, dass die Lage alles andere als entspannt ist. Trotzdem ermahnen Spitzenpolitiker, sich die Vorfreude auf das Weihnachtsfest, die Marktbesuche und das Shopping nicht nehmen zu lassen. Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel sagte, man dürfe sich „aus Angst vor dem Bösen“ nicht lähmen lassen. 2016 kam es zu mehreren islamistischen Anschlägen in Deutschland. Neben den Axt- oder Splitterbomben-Anschlägen in Würzburg und Ansbach verübten Täter Messer- und Bomben-Attentate in Hannover (26. Feb.) und Essen (16. April). Die Islam-Expertin Laila Mirzo warnte bereits im Sommer vor der Strategie des „Islamischen Staates (IS)“: Demnach würden sogenannte „einsame Wölfe“ unauffällig nach Europa einsickern, um zu einem bestimmten Zeitpunkt eiskalt zuzuschlagen.

Merkel und andere Regierungspolitiker betonten auch, dass es jetzt wichtig sei Islamisten und Flüchtlinge nicht „pauschal zu verurteilen“. „Ich bin in den letzten Tagen sehr stolz gewesen, wie besonnen die Menschen, die große Zahl der Menschen auf diese Situation reagierten“, sagte Merkel in Berlin.

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