Mit Kaffee-Kannen bewaffnet am Linzer Hauptplatz

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Mit Kaffee-Kannen bewaffnet am Linzer Hauptplatz

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Zum Jahrestag des Hochwassers 2013 protestiert am 3.6.2017 die Initiative „Hochwasserschutz Eferdinger Becken“ heute um 10 Uhr in Linz. Am Hauptplatz soll eine Kundgebung stattfinden und im Anschluss mit Klappsesseln und Kaffee-Kannen „bewaffnet“ in die Altstadt marschiert werden.

Dort wollten die Protestierenden vor dem Büro von Landesrat Elmar Podgorschek ein „Hochwasser Frühstück“ veranstalten. Er solle sich bei den Hochwasser-Betroffenen direkt informieren und nicht nur mit dem Verbund sprechen, so die Initiative. Der Landesrat sagte jedoch seine Teilnahme ab, da er zu kurzfristig über diesen Termin informiert wurde. In einem Brief lud er aber die Hochwasser-Betroffenen in sein Büro zu einem Ersatz-Termin ein. Er möchte sehr gerne die „Wünsche, Sorgen und Anregungen der Teilnehmer” hören.

Menschen sind unzufrieden

Stein des Anstoßes ist nach der Initiative folgende Situation: Seit dem Hochwasser 2013 sei noch keine einzige Maßnahme umgesetzt worden, die das Hochwasserrisiko reduzieren würde. Zwar wurden vom Land OÖ bereits Pläne für Schutzbauten fertiggestellt, aber laut Zincke, dem Sprecher der Initiative „Hochwasserschutz Eferdinger Becken“, ist die Finanzierung mit den Gemeinden noch ungeklärt. Zudem würde das Land OÖ mit der Absiedlungsförderung die Bürger gegeneinander aufbringen.

Dableiben oder absiedeln?

„Wenn die Bürgermeister nicht pauschal alle Grundstücke außerhalb der geplanten Schutzbauten in Überflutungsgebiet mit Bauverbot umwidmen, dann bekommen Absiedlungswillige keine Förderung. Wenn sie es doch tun, dann werden auch Dableiber, die gar nicht absiedeln wollen, durch Bauverbote enteignet“, klagt Gerald Zincke. Noch dazu sei eines klar: „Wo Zweidrittel der Menschen nicht absiedeln, entsteht ohnehin kein menschenleeres Überflutungsgebiet“, weiß Zincke. Deshalb fordert er: Schluss mit der Enteignung der Dableiber. Nur die Grundstücke der Absiedler sollen umgewidmet werden.

Weitere Forderungen

Neben fairen Absiedlungsbedingungen und einer Sicherung der Finanzierung der Schutzbauten fordert die Initiative weiter:
– Hochwasser-Risiko senken: Intelligente Kettenstauregelung (Vorabsenkung) umsetzen.
– Rechtsstaat schützen: In Verwaltungsgerichtsverfahren dürfen Beamte der belangten Behörde nicht als Sachverständige auftreten
– Schäden vermeiden: Katastrophenhilfe durch das Bundesheer bereits vor Überschwemmungen.

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