Mühlviertlerin hat bereits sechsten Kriminalroman geschrieben

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Mühlviertlerin hat bereits sechsten Kriminalroman geschrieben

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Wer hätte so etwas jemals für möglich gehalten? In der Kirche von Liebenau liegt der Pfarrer tot in seinem Gotteshaus. An seinem Hals befinden sich zwei Einstichmale, seine Soutane sowie der Boden und der Altar sind blutverschmiert.

Ein Bericht von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Als Chefinspektor Oskar Kern zum Tatort kommt, hat er schon längst gehört, was der Volksmund als Täterannahme verbreitet: Ein Vampir war’s! Der kleine stille Ort Liebenau bei Freistadt liegt auf einem Hochplateau im schönen und zum Glück noch immer nicht überlaufenen Mühlviertel.

Aufregung

Die höchste Erhebung des Gemeindegebiets ist der Brockenberg mit 1058 Metern und als Sehenswürdigkeit in diesem Dorf mit seinen 1602 Einwohnern wird die 1754 errichtete Pfarrkirche angeführt und das in der Nähe liegende dunkle Tannermoor.
Für die meisten Menschen in Liebenau verläuft ihr Leben tagaus tagein in den immer gleichen Bahnen und los ist in diesem Ort eigentlich nichts.

Deshalb hat die Mühlviertler Kriminalschriftstellerin Eva Reichl nun für ein bisserl fiktive Aufregung in Liebenau gesorgt und lässt dort nun schaurige Dinge geschehen, zumindest in ihrem jüngsten Kriminalroman mit dem Titel „Mühlviertler Blut“.
Ihr mittlerweile sechstes Buch erscheint am 11. April und ist der Auftakt für eine neue Krimi-Reihe, die vorwiegend an Schauplätzen im Mühlviertel spielen wird – wie Reichl betont.

Mühlviertler-Fan

„Für mich als Mühlviertlerin ist es ein Herzensprojekt, meine Täter dort morden zu lassen, wo ich sonntags mit meiner Familie spazieren gehe“, sagt die 47-jährige Autorin augenzwinkernd und erläutert ein wenig ernsthafter: Sie kenne die Landschaft und sie mag die Leute, auch wenn sie selbst aus Kirchdorf an der Krems käme, wo sie einst geboren wurde. Und mag in dem Buch auch manches überzeichnet erscheinen, so stecke doch hinter allem ein Funken Wahrheit.

In der Mühlviertler Blutgeschichte findet der aus Linz herbeigeeilte Chefinspektor Oskar Kern, ein eingefleischter Städter und Freund von Betongebäuden, plötzlich Gefallen an der Hügellandschaft mit ihren kleinen Bauernhöfen, wo gestresste Großstadtseelen schnell zur Ruhe kommen können.

Seele baumeln lassen

Auch im realen Leben ist das Mühlviertel ein geschätztes und gefragtes Naherholungsgebiet für die Menschen im Linzer Ballungsgebiet.

Aber Reichls Roman-Inspektor Kern hat nicht die Zeit, die vielen Freizeitangebote zu nutzen oder auch nur die Seele baumeln zu lassen, denn während er in Liebenau nach dem Mörder des Priesters sucht, wird im Linzer Bergschlössl-Park eine weitere Leiche gefunden. Hängen die Mordfälle zusammen? Und warum glaubt alle Welt, dass er nach einem Vampir als Mörder suchen sollte?

Humorvoll

Der mitsuchende und mitfiebernde Leser wird dabei mit viel Lokalkolorit aber auch mit jeder Menge Aberglauben unterhaltsam konfrontiert, weil sich die Autorin dabei einer humorvollen Sprache und Ausdrucksweise bedient. Dass Eva Reichl, die im Hauptberuf als Controllerin bei der Energie AG arbeitet, so humorvoll sein kann, ist ihr auf den ersten Blick nicht anzusehen.

Doch für sie ist das Schreiben ein guter Ausgleich zu ihrer eher nüchternen Tätigkeit. Aber schon als Kind liebte sie es in andere Welten abzutauchen, die sie sich heute zu Hause in Ried in der Riedmark, wo sie mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern lebt, selbst erschafft. Seit 2007 schreibt sie nun Kriminalromane, getreu ihrem Motto: Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Böse doch so nahe liegt…

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