Naturschützer warnen vor Umweltbombe

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Naturschützer warnen vor Umweltbombe

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Der nächste Umweltskandal in Österreich dürfte programmiert sein, wenn demnächst schon Realität wird, was Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, beide ÖVP, für Österreich ausgetüftelt haben: den flächendeckenden Einsatz von Schlacke aus Stahlwerken als Schüttmaterial im Straßenbau. Für die Umweltschutzorganisation Kolibri ist das „ein Wahnsinn.“

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„Kolibri“-Aktivistin Marlene Laimgruber

„Denn Schlacken sind durchsetzt mit metallischen Inhaltsstoffen, deren Einbringung in den Boden chronische Vergiftungen von Natur und Nahrung und damit auch des Menschen bewirken können“, warnt die „Kolibri“-Aktivistin Marlene Laimgruber. Bei der Untersuchung von Pflanzenproben aus Schlackeböden seien auffällig hohe Cadmiumwerte festgestellt worden. Cadmium ist bekanntlich hochgiftig und kann zu schweren Nierenschäden und Krebs führen.

Daher gibt es in Deutschland strenge Auflagen gegen die Verwendung von Schlacke. „Bei Augsburg muss gerade ein Straßenstück, an dem giftige, schwermetallhaltige Schlacke austrat, teuer saniert werden“, berichtet das Nachrichtenmagazin „Profil“. Dasselbe könnte bald auch in Österreich passieren, nachdem die Metallindustrie und Straßenbaufirmen die Politiker erfolgreich zur Novellierung der Recycling-Baustoffverordnung gedrängt haben.

Naturschützer warnen vor Umweltbombe 2Naturschützer kritisieren, dass künftig auch Material, das an Ort und Stelle ausgehoben wird, wieder zum Straßenbau verwendet werden darf, ohne Prüfung und ohne Dokumentierung. „Die Leute ahnen gar nicht, welches Fass damit geöffnet wird“, heißt es aus dem „Kolibri“-Büro. Was bei der Trassierung einer Autobahn auf Grund der aufwändigeren Bautechnik vielleicht noch gut gehen mag, könne bei der meist einfacheren Bauweise von Gemeindestraßen jedoch verheerende Auswirkungen haben.
Laimgruber empfiehlt daher allen Bauern, die in der Nähe einer neu zu errichteten Straße leben, ihre Gemeindevertreter schriftlich auf die Schlackengefahr hinzuweisen, nicht zuletzt auch wegen der später auftauchenden Haftungsfragen.

 

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