OÖ-Fußballklubs haben immer weniger Zuschauer

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OÖ-Fußballklubs haben immer weniger Zuschauer

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Weniger als 4.000 Zuschauer bei den Ried-Heimspielen, der LASK schaffte zuletzt 2.100, Lokalrivale Blau-Weiß Linz gar nur mehr 700. Besonders düster zeigt sich der Fan-Zuspruch in der Regionalliga Mitte mit einem Schnitt von 433 pro Match und in der OÖ Liga (357).

Wir sprachen mit den Verantwortlichen über die Zuschauer-Misere im oberösterreichischen Fußball.

Zuschauerfrust bei den OÖ-Fußballklubs 1
Die durchschnittlichen Besucherzahlen sind speziell in der Regionalliga im Keller

An Maßnahmen wird gearbeitet

„Die Bundesliga arbeitet mit ihren Vereinen an Maßnahmen, um dem rückläufigen Zuseher-Interesse entgegenzuwirken, das nicht zuletzt einer der Beweggründe für die bevorstehende Ligenreform war”, sagt etwa Direktor Raphael Oberndorfinger vom OÖ Fußballverband. Die Entwicklung der letzten Jahre war laut Oberndorfinger „suboptimal, wenngleich die  Ursachen vielfältig und bei jedem Verein unterschiedlich angesiedelt sind.

Sportlicher Erfolg, Identifikationsfiguren, Entertainmentfaktor oder Infrastruktur – das sind einige Beispiele für Kriterien, die auf den Fanzulauf Einfluss nehmen.” Oberndorfinger sieht aber auch Positives: „Im Fall von Blau-Weiß Linz liegt der Klub bei den Zuseherzahlen genau im Erste-Liga-Durchschnitt, der LASK sogar deutlich darüber.”

Hoffnung in Ligenreform

Auch der angesprochene FC Blau-Weiß Linz sieht die Situation nicht so dramatisch: „Fußball zieht im Vergleich zu anderen Sportarten –  ausgenommen die Black Wings, die in Oberösterreich ein Alleinstellungsmerkmal haben – in Linz noch am meisten”, sagt Pressesprecher Christian Wascher, der ebenfalls große Hoffnung in die Ligenreform, die 2018 kommt, setzt: „Es ist inflationär, wenn man vier Mal in einer Saison auf einen Gegner trifft. Auch Spitzenspiele wie das Linzer Derby verlieren so an Bedeutung. Die Ligareform war daher mehr als notwendig.”

Regionalliga: Abwärtstrend

Beim SV Ried ist man trotz sinkender Zahlen (aktueller Heimspiel-Schnitt: 3.806) nicht unzufrieden: „Die Zuschauerzahl ist in dieser Saison okay, natürlich würden wir uns mehr wünschen. Absolut zufrieden kann man nur bei ausverkauftem Haus sein”, meint der Rieder Marketingmann Christoph Vormair.

In der Regionalliga Mitte sank der Zuschauerschnitt in den letzten Jahren von 656 auf 433, in der OÖ Liga stieg er von 280 auf (allerdings nicht berauschende) 357 pro Spiel. OÖFV-Direktor Oberndorfinger sieht hier aber auch die Vereine in der Pflicht: „In Zeiten eines sich stark ändernden Freizeitverhaltens und gesellschaftlichen Wandels sind die Vereine gefordert, noch aktiver Maßnahmen zur Fangewinnung zu ergreifen.

Fußball muss wieder zu einem Familienerlebnis werden

Der OÖ Fußballverband gibt dazu im Rahmen des Vereinscoachings Tipps.” Dort, wo der Sportplatzbesuch als Familienereignis assoziiert wird und zum Fixpunkt am Wochenende gehört, seien die Zuseherzahlen zufriedenstellend, so Oberndorfinger.

Beim SV  Ried hat man diesen Ball aufgenommen: Man versucht verstärkt, jede Zielgruppe speziell anzusprechen und das Erlebnis Fußball nach außen zu tragen. Speziell die Zielgruppe „Familien und Kinder“ haben die Innviertler im Visier – mit einem eigenen rauchfreien Familiensektor, Kinder-Club und Maskottchen.

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