OÖ: Großer Widerstand gegen geplante Ost-Umfahrung

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Unmut in Steyregg

OÖ: Großer Widerstand gegen geplante Ost-Umfahrung

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Kaum ein lokalpolitisches Thema erhitzt die Gemüter so sehr wie Verkehr und Straßenplanungen. Das zeigen die aktuellen Diskussionen rund um die geplante Ostumfahrung von Treffling nach Ebelsberg. Die Stimmen in der Bevölkerung sind gespalten, es gibt sowohl Befürworter als auch Gegner. In Steyregg regt sich jetzt aber deutlicher Widerstand.

Von Philipp Fehrerberger

Von Treffling bis nach Ebelsberg

Bis Ende Juni 2018 läuft noch die Strategische Umweltprüfung (SUP) zur geplanten Ostumfahrung. Und bis 2024 soll die Autobahn zwischen Prag und Linz durchgehend befahrbar sein.

Der Verlauf: Ab dem Knoten Treffling durch einen Tunnel bis nach Steyregg, dort über die B3, am VOEST-Gelände vorbei und dann zur Anschlussstelle am Knoten Ebelsberg.

Das stört – wie unschwer zu vermuten – vor allem die Steyregger. Die Bewohner hätten zukünftig eine viel befahrene LKW-Transitautobahn direkt neben ihrer Stadt. Sorgen macht man sich aber vor allem um die Schadstoffbelastung.

Der Verlauf der geplanten “Ostumfahrung”.

 

Bürgerinitiative gegen Umfahrung

Jetzt formierte sich die Bürgerinitiative „Kein-Transit-durch-Linz“, die das Großprojekt stoppen beziehungsweise verlagern will.

Der Steyregger Gemeinderat Michael Radhuber ist einer der Initatoren und warnt: „Dadurch wird die ohnedies bereits oft grenzwertige Schadstoffbelastung der Luft im Raum Linz noch zusätzlich verschärft.

“Neue Varianten prüfen”

Auch Unterflusstrassen oder Tunnels würden nicht helfen: Der Dreck bleibe in Linz, heißt es seitens der Initiative.

Konkrete Forderung: Die Umfahrung soll weiter in den Osten verlegt werden. Der Transitverkehr soll viel weitläufiger am Ballungsraum Linz vorbeiführen. Ziel ist die Prüfung neuer Varianten.

Die Initiative sammelt jetzt fleißig Unterschriften. Im ersten Schritt sollen 10.000 Unterstützer gewonnen werden. Rückhalt gibt es parteiübergreifend: In der Landeshauptstadt von NEOS und Grünen, in Steyregg sogar von sämtlichen  Gemeinderatsfraktionen (SBU, SPÖ, ÖVP, FPÖ, IST, BPS).

“Europäischer LKW-Transit muss auf die Schiene oder großräumig um unsere Stadt geführt werden”, meint NEOS-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik.

Stadtentwickler: Projekt ist “Katastrophe”

Zweiter Initiator und erklärter Gegner des Projekts ist  Stadtentwickler und NEOS-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik. Potocnik zufolge sei das Projekt in Wirklichkeit keine Umfahrung, sondern eine “zweite städtische Transit-Autobahn”.

“Die Linzer Bevölkerung, Wirtschaft und Pendler sollen nicht den hohen Preis für diese erneuten Fehlplanungen der Linzer Verkehrspolitik tragen. Oberösterreich darf nicht dasselbe Schicksal wie das Transitbundesland Tirol erleiden“, hält Potocnik fest.

Der Stadtentwickler mischt sich immer wieder rege in die Diskussion um Bauprojekte im Linzer Raum ein. im Vergangenen Jahr machte er sich für eine “hochhausfreie Zone” in der Linzer Innenstadt stark.

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FP-Landesrat: “Wichtiges Zukunftsprojekt”

Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) stellt für sein Ressort klar: “Bei jedem Infrastrukturprojekt gibt es Profiteure und Betroffene. Eine Lösung, welche allen Wünschen gerecht wird ist leider absolut utopisch”.

Die potentiellen Trassen seien von zehn Experten untersucht worden. Wichtigste Aufgabe sei gewesen, “bestmögliche Umlenkeffekte” zu erzielen und den Verkehr nicht durch den Linzer Stadtkern zu leiten. Diese Vorgabe sieht Steinkellner mit dem aktuellen Plan als erfüllt an.

Das Land Oberösterreich hat auf seiner Seite eine detaillierte Planungsauflistung veröffentlicht.

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