Pfarrer verurteilt, Regierung und ÖBB straffrei

Pfarrer verurteilt, Regierung und ÖBB straffrei

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Ein Pfarrer aus dem Innviertel wurde zu einer Haftstrafe von 2 Jahren auf Bewährung verurteilt. Er hatte 2015 syrische Flüchtlinge über die Grenze gebracht.

Bei dem Geistlichen handelt es sich um Karl Burgstaller, dem Ex-Pfarrer von Kopfing. In der Nacht auf den 17. September hatte er vier syrische Flüchtlinge, eine Frau und drei Männer, auf der Donauuferstraße aufgelesen und im Auto über die Grenze nach Passau gebracht. Der 71-Jährige bekam eine Strafe von 2.350 Euro aufgebrummt, allerdings zur Bewährung ausgesetzt.

„Was ist mit Bundeskanzler Kern?“

An der Strafbarkeit der Tat des Pfarrers besteht kein Zweifel, moralische Diskussionen gibt es wie beim jedem politischen Thema auch hier genug. Indes mehren sich jedoch die Stimmen, wie es denn sein kann, dass ein gewöhnlicher „kleiner Mann“ wegen einer solchen Tat verurteilt wird, aber eine Bundesregierung in Kooperation mit der ÖBB tausende Menschen von der ungarischen an die deutsche Grenze durch das Land schleust, und das auch noch gesetzeswidrig – aber gänzlich straffrei. „Die da oben können machen was sie wollen“, lautet der Tenor.

Ein „Wochenblick“-Leser schreibt etwa: „Was ist mit Bundeskanzler Kern? Als ehemaliger ÖBB Chef hat er so viele illegale Scheinasylanten abgeschleppt, da muss man den Pfarrer im Vergleich dazu noch heiligsprechen.“ Ein Facebook-Nutzer versucht es mit einer rationalen Erklärung: „Der Unterschied ist wohl, dass es beim Pfarrer um einen Bürger ohne Parteischutz ging und im anderen Fall die Verantwortung bei schützenswerten Parteibonzen liegt.“ Viele mokieren sich auch über die deutsche Justiz, die den Pfarrer verurteilt hat – aber ÖBB-Züge mit unzähligen Flüchtlingen beladen bis nach München fahren lässt.

An den beiden „Taten“ besteht bis auf die handelnden Akteure tatsächlich kein faktischer Unterschied. Auch „Wochenblick“-Chefredaktuer hat sich deshalb Gedanken zu diesem Fall gemacht.

Redaktion 1
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Kommentar von Chefredakteur Kurt Guggenbichler:

„Immer auf die Kleinen“

„Den Wahrheitsgehalt dieses Sprichwortes durfte Karl Burgstaller unlängst selbst erfahren. Dabei hatte Burgstaller den Syrern nur das Gehen ersparen wollen. Illegal war es trotzdem, was der Geistliche tat, weshalb er auch verurteilt wurde. Aber was ist mit jenen, die die im Vorjahr auf unsere Staatsgrenze zugewanderten Menschenmassen unkontrolliert und ohne Registrierung einfach durchgewunken haben?

Wann wird diesen verantwortlichen Unverantwortlichen der Prozess gemacht? Mit deren Verhalten wurde jedenfalls ein größerer Schaden verursacht als mit Burgstallers „Schlepperei“. Aber den Letzten beißen eben immer die Hunde!“

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Diesen Termin sollten Sie nicht verpassen: Der „Wochenblick“ lädt am 22. September in Wels zu einer Podiumsdiskussion mit hochrangigen Sicherheitsexperten aus Polizei- und Militärkreisen! Das Thema: „Terrorgefahr: Sind wir die Nächsten?“.

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