Podgorschek: „Wir müssen die alten Strukturen aufbrechen!“

Werbung

Podgorschek: „Wir müssen die alten Strukturen aufbrechen!“

[responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Vorlesen"]

Ein Ende des Kompetenzwirrwarrs beim Hochwasserschutz fordert Landesrat Elmar Podgorschek am Rande seines Abgeordneten-Tages im Bezirk Schärding: „Bei ebenen Flächen ist das Land Oberösterreich zuständig, bei Wildbächen der Bund.“

Ein Beitrag von Georg M. Hofbauer

Podgorschek tritt dafür ein, dass dieses Thema allein in den Aufgabenbereich der Landesregierung übergeben wird.

Kompetenzenwirrwarr beim Hochwasserschutz beenden

Durch die derzeitige Aufteilung kämen komplizierte Mischformen heraus, deren Grundlagen schon im 19. Jahrhundert gelegt wurden. „Es müssen die alten Strukturen aufgebrochen werden, bei denen jeder Angst um seinen Schrebergarten hat“, ergänzt der für Hochwasser- und Katastrophenschutz zuständige Landesrat.

Im Gegenzug dazu kann er sich vorstellen, Teile des Gesundheitswesens in die Bundeskompetenz zu übergeben. Pro Jahr werden in Oberösterreich rund 40 Millionen in den Hochwasserschutz investiert. Was auch volkswirtschaftlich eine sehr sinnvolle Investition darstellt, um Schäden zu vermeiden.

Raumordnungsfehler der Vergangenheit bereinigen

Tatsächlich profitiert auch die regionale Bauwirtschaft von den Aktivitäten. Der billigste Hochwasserschutz ist laut Podgorschek jedoch die Absiedelung aus Risikogebieten. Zusätzlich seien nur noch Bauten in sicheren Gebieten zu genehmigen.

„Vor allem bei lokalen Starkregenereignissen, wie wir sie in den letzten Jahren immer häufer erleben, muss man von 300- bis 500-jährigen Hochwässern reden. Wichtig ist es, die Raumordnungsfehler der Vergangenheit zu bereinigen. Auch durch Absiedelungen“, weist der Landesrat auf die veränderten Gegebenheiten hin.

Großes Augenmerk sollte auf die landwirtschaftlichen Flächen gerichtet werden: Durch Maisanbau in falschen Lagen kommt es bei Starkregen zu drastischem Humus­abtragungen. „Hier sollte beratend auf die Landwirtschaft eingewirkt werden. Denn für die Bauern selbst habe ich großes Verständnis, da sie sehr stark unter Druck sind“, erklärt Podgorschek.

++++

Der Artikel hat für Sie wichtige Neuigkeiten enthalten? Sie wollen keine brisanten Informationen mehr verpassen? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen NEWSLETTER!

Podgorschek: „Wir müssen die alten Strukturen aufbrechen!“ TEILEN
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on telegram
Telegram
Share on reddit
Reddit
Ähnliche Artikel
Schlagwörter
NEWSLETTER

Bleiben Sie immer aktuell mit dem kostenlosen Wochenblick-Newsletter!

Neuste Artikel